Weiter mangelhaft
Uschi Glas unterliegt vor Gericht gegen Stiftung Warentest

Im Streit um eine von Uschi Glas vermarktete Hautcreme hat die Schauspielerin eine Niederlage erlitten. Das Berliner Landgericht entschied am Donnerstag, dass die Stiftung Warentest die Schönheitspflege der Schauspielerin auch weiterhin „mangelhaft“ nennen darf.

HB BERLIN. Damit wurde die Klage der Herstellerfirma 4S-Marketing GmbH gegen die Stiftung wegen der Veröffentlichung des Testergebnisses abgewiesen. Neben wirtschaftlichen Verlusten sei der 61-jährigen Schauspielerin ein hoher Imageschaden entstanden, hatte die Klägerseite argumentiert. Das Testergebnis habe zu massiven Umsatzeinbrüchen im sechsstelligen Bereich geführt.

Richter Michael Mauck sagte, es sei nicht nachgewiesen worden, dass die Tests der Stiftung fehlerhaft waren. Kläger-Anwältin Tanja Irion, die nicht zur Verkündung im Gericht erschien, sagte der dpa, bei der grundlegenden Bedeutung des Falls werde höchstwahrscheinlich Berufung eingelegt.

Die Stiftung Warentest sagte dagegen in einer ersten Erklärung im Gericht, die Einrichtung sehe sich in ihrer Neutralität und der Durchführung des Tests bestätigt.

Nach Angaben der Stiftung hatten 29 Frauen die Creme einen Monat lang getestet, jedoch nicht gewusst, dass es sich um ein von Uschi Glas vermarktetes Produkt handelt. Bei einem Teil der Probandinnen traten laut Testbericht unangenehme Hautreaktionen auf.

Die Stiftung Warentest steht weiter mit sauberer Weste da: In ihrer 40-jährigen Geschichte ist sie nach eigenen Angaben noch nie rechtskräftig zur Zahlung von Schadenersatz verurteilt worden.

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