Weiter steigende Preise befürchtet
Benzin-Verknappung durch Brand in größter deutscher Raffinerie

Die Produktion von Benzin und Heizöl wird durch eine Explosion in der größten deutschen Raffinerie Miro in Karlsruhe am Freitag für Wochen beeinträchtigt sein. In Berlin äußerte die Verbraucherzentrale die Befürchtung, dass wegen des Großbrands die eh schon auf Rekordniveau befindlichen Treibstoffpreise nochmals steigen könnten.

HB KARLSRUHE. Nach Angaben eines Unternehmenssprechers brach das Feuer nach einer Explosion in einer von fünf Entschwefelungsanlagen aus. Die Feuerwehr konnte den Brand nach 45 Minuten löschen. Menschen kamen nicht zu Schaden. Über die Unglücksursache wollte der Sprecher nicht spekulieren. Die Polizei hatte zuvor erklärt, es spreche viel für einen technischen Störfall.

Ein Abluftkamin der Anlage stürzte zu zwei Dritteln ein. Stark beschädigt wurden auch ein Kühlturm und ein so genannter Reformer. Indirekt in Mitleidenschaft gezogen wurde auch eine zweite Entschwefelungsanlage. Der Schaden liegt nach Angaben des Unternehmenssprechers im zweistelligen Millionenbereich.

Nach Angaben des Sprechers fallen durch den Brand 25 Prozent der Produktion sowohl von leichtem Heizöl als auch von Benzin zunächst aus. Die leicht beschädigten Anlagenteile würden in wenigen Tagen nach dem Austausch von Rohrleitungen und anderen Komponenten wieder in Betrieb gehen können. Die Reparatur der drei stark beschädigten Anlagen werde drei bis vier Monate dauern.

Miro hatte im vergangenen Jahr nach eigenen Angaben 5,2 Millionen Tonnen Benzin sowie insgesamt 6,4 Millionen Tonnen Heizöl, Diesel und Kerosin hergestellt.

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