Weitere Überschwemmungen erwartet
Mehr als 200 Tote nach Unwettern in China

In China werden in den nächsten Tagen weitere Überschwemmungen erwartet. Nach schweren Regenfällen stehen bereits mehrere Provinzen des Landes unter Wasser. Mehr als 17 Millionen Menschen sind nach ersten Schätzungen von der Naturkatastrophe betroffen. Etwa 138000 Häuser seien zerstört worden, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. 

HB PEKING. Die Überschwemmungen könnten nun die Ausbreitung von Seuchen wie Typhus nach sich ziehen. Einem Bericht der Tageszeitung „China Daily“ zufolge sind in dem am stärksten betroffenen Bezirk Xinshao bereits drei Menschen an Typhus gestorben. „Seuchen sind nun eine große Gefahr“, hieß es in dem Bericht weiter. Die örtlichen Behörden bauten nun ihre Bestände an Impfstoffen gegen Typhus und an Medikamenten gegen Durchfall aus.

Den starken Niederschlägen und den daraus resultierenden Überschwemmungen und Erdrutschen waren bis Sonntag 204 Menschen zum Opfer gefallen. Weitere 79 wurden noch vermisst. Für die kommenden zehn Tage wird entlang des Flusses Jangtse mit weiteren Regenfällen gerechnet. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua warnte indes vor weiteren Erdrutschen und Schlammfluten in den Provinzen Guizhou, Hunan, Sichuan und Guangdong.

China hat staatlichen Medien zufolge Teams von Katastrophen-Helfern in die von Überschwemmungen betroffenen Gebiete im Süden des Landes geschickt. Die Anstrengungen sollten sich auf die Wiederherstellung der Strom- und Wasserversorgung sowie auf Verkehrs- und Kommunikationsstrukturen konzentrieren, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua. Ein Team mit Mitarbeitern verschiedener Ministerien sei in dem am schwersten von den Unwettern getroffenen Bezirk Xinshao in der Bergprovinz Hunan eingetroffen.

In China kommt es häufiger zu Überflutungen oder Erdbeben, die jedes Jahr zahlreiche Menschen das Leben kosten. Vor allem im Sommer ziehen vom Südchinesischen Meer her starke Taifune übers Land hinweg, die große Teile der nahe gelegenen Regionen verwüsten.

Der stellvertretende Ministerpräsident Hui Liangyu forderte die örtlichen Behörden auf, sich auf die jährlichen Fluten vorzubereiten und die Sicherheit an den größten Flüssen des Landes zu gewährleisten. In China gibt es jedes Jahr zu dieser Zeit schwere Regenfälle, die in einigen Regionen regelmäßig zu Überschwemmungen führen.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%