Weiterer möglicher Betrugsfall
Zweite Anzeige gegen Kunstberater Achenbach eingegangen

Die Betrugsaffäre nimmt neue Dimensionen an: Gegen den prominenten Kunstberater Helge Achenbach ist eine zweite Strafanzeige eingegangen und die Staatsanwaltschaft Essen ermittelt noch wegen eines weiteren Verdachts.
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DüsseldorfDie Betrugsaffäre um den seit über zwei Monaten inhaftierten prominenten Düsseldorfer Kunstberater Helge Achenbach weitet sich aus. Bei der Staatsanwaltschaft Essen ging eine zweite Strafanzeige gegen Achenbach ein. Außerdem werde in einem weiteren Verdachtsfall ermittelt, der bei der Sichtung der Unterlagen der Unternehmen Achenbachs aufgefallen sei, sagte die Essener Oberstaatsanwältin Anette Milk am Donnerstag auf Anfrage. Die Prüfung der Geschäftsunterlagen sei noch nicht abgeschlossen.

Laut „Handelsblatt“ (Donnerstag) hat die neue Strafanzeige der frühere Allkauf-Miteigentümer Bernd Viehof gestellt. Demnach solle es um ein oder mehrere Werke von Georg Baselitz gehen, die von Achenbach vermittelt worden seien. Der Umfang des mutmaßlichen Schadens soll zwischen 1,5 und 2,5 Millionen Euro liegen. Achenbach war Geschäftsführer der wertvollen privaten Kunstsammlung „Rheingold“, die unter anderem von den Unternehmer-Brüdern Viehof aufgebaut wurde. Diese äußerten sich zunächst nicht zu dem Zeitungsbericht.

Die Vorwürfe in der zweiten Anzeige ähnelten den bisher bekannten Fällen, sagte Milk. Es gehe um Betrugsvorwürfe bei Kommissionsgeschäften. Die erste Anzeige hatte die Witwe des Aldi-Erben Berthold Albrecht gestellt. Sie führte zur Inhaftierung des international vernetzten Achenbach am 10. Juni. Ein Sprecher Achenbachs wies die Vorwürfe am Donnerstag erneut zurück: „Neben der Strafanzeige von Frau Albrecht sind uns derzeit keine weiteren Strafanzeigen bekannt.“

Achenbach, einer der bekanntesten Kunstberater Deutschlands, soll überhöhte Einkaufspreise für die von ihm vermittelten Kunstwerke in Rechnung gestellt haben. Er hatte dem 2012 gestorbenen Albrecht Kunstwerke und Oldtimer im Wert von rund 120 Millionen Euro verkauft. Dabei soll er verdeckte Preisaufschläge vorgenommen und Rechnungen gefälscht haben. Albrechts Witwe verlangt nach Medienberichten über eine Zivilklage Schadensersatz in Höhe von fast 20 Millionen Euro.

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  • Ich finde es sehr interessant,dass Justiz und Journaille sich so mitfühlend gegen die angeblich Betrogenen verhalten.Wer interessiert sich für die Millionen Aldi -kunden,die evt.auch überzogene Preise bezahlen,so heute für 5oogFlaschentomaten aus Italien 1Euro,obwohl sie letzte Woche in besserer Qualität im italienischen Supermarkt das Kilo 1Euro kosteten.Wenigstens da herrscht im Euro ein bischenTransparenz,so dass das Unverhältnis wenigstens evident wird.Und wenn das nur 20% überteuert wäre auf Grund von Transport und anderen Gründen,wäre das bei der Menge ein nettes,dem des Herrn Achenbach vergleichbares Sümmchen.Aber der Normalmichel hat eben keine Lobby.

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