Weiterer Schnee auch in Deutschland
Wintereinbruch sorgt für Verkehrschaos in der Schweiz

Heftige Schneefälle haben in der Nacht zum Donnerstag in Schweiz zu massiven Verkehrsproblemen geführt. Im Bahn - und Straßenverkehr mussten Dutzende Strecken unterbrochen werden, weil Bäume unter der Schneelast umgestürzt waren. Bei Verkehrsunfällen gab es mehrere Verletzte. Auch in Deutschland hält die weiße Pracht weiter Einzug: Der Oberharz meldete den ersten Schnee der Saison. Und der Wetterbericht sagt weitere Schneefälle voraus.

HB SCHIERKE/TORFHAUS/BERN. Der Brocken, der höchste Berg Norddeutschlands, liegt seit dem frühen Donnerstagmorgen unter einer etwa fünf Zentimeter dicken Schneedecke. "Anfang Oktober hatten wir schon vereinzelt ein paar weiße Flecken, aber jetzt ist alles komplett bedeckt", sagte Michael Hübler von der Wetterwarte auf dem rund 1140 Meter hohen Gipfel. Hoffnung auf das erste Wochenende mit Schnee machte Hübler aber nicht. Es werde wieder wärmer, vermutlich schon Samstag sei alles geschmolzen. Im Süden Thüringens hatte es bereits in der Nacht zum Mittwoch den ersten Schnee dieses Herbstes gegeben.

In der Schweiz war vor allem das Schienennetz von dem Wintereinbruch bis ins Flachland betroffen, wie die SBB mitteilten. Auf weiten Teilen ihres Netzes musste am Donnerstagmorgen mit Verspätungen gerechnet werden. Die SBB riefen Pendler auf, die Fahrt später anzutreten oder mehr Zeit für den Weg zur Arbeit einzuberechnen. Ursache der Behinderungen waren in erster Linie Fahrleitungsstörungen, hervorgerufen durch unter der Nassschneelast umgestürzte Bäume und abgebrochene Äste.

Im gesamten Zürcher S-Bahn-Netz herrschte am Morgen Chaos. Die Matterhorn Gotthard Bahn meldete die Einstellung des Autoverlads an der Furka.

Stark betroffen war auch der Straßenverkehr. Nach wie vor gesperrt waren am Donnerstagmorgen die San-Bernardino-Route A13 bei Hinterrhein, wo Hangrutsche drohten und Bäume auf die Straße gestürzt waren. Auf dem Gebiet der Zürcher Kantonspolizei kam es in der Nacht zu 51 Verkehrsunfällen mit insgesamt vier Verletzten. Beteiligt waren 63 Fahrzeuge. Bei der Polizei gingen über 100 Meldungen wegen Verkehrsbehinderungen ein, vor allem durch umgestürzte Bäume. Im Kanton Bern gab es laut Polizei 17 Verkehrsunfälle mit einem Verletzen. Rund 170 Meldungen über umgestürzte Bäume oder herabfallende große Äste gingen bei der Polizei ein. Zahlreiche Straßen mussten gesperrt werden.

In Deutschland geht es in den nächsten tagen wintrelich weiter, doch der November wird wohl etwas milder beginnen. Schnee oberhalb von 500 Metern, Dauerregen und einstellige Temperaturen sagen die Meteorologen für die nächsten Tage vorher. Hoch "Zinnia" beendet das Zwischenspiel am Wochenende aber schon wieder: Der November 2008 beginnt mit milderen Temperaturen und Regen statt Schnee wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach ankündigte. Ungewöhnlich sei ein Wintereinbruch um diese Jahreszeit nicht, allerdings sei mancher Oktober auch schon mit mehr als 25 Grad zu Ende gegangen.

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