Welterbe-Tagung
Unesco-Experten beraten in Paris

In Paris beraten Experten des Unesco-Welterbekomitees über den Schutz einzigartiger Natur- und Kulturstätten. Zahlreiche Länder hoffen auf neue Welterbetitel – auch Deutschland.
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ParisDie diesjährige Tagung des Unesco-Welterbekomitees hat am Sonntag in Paris begonnen. Experten aus aller Welt wollen dabei bis zum 29. Juni über den Schutz einzigartiger Natur- und Kulturstätten beraten.

Zahlreiche Länder hoffen auf neue Welterbetitel. Nach Angaben der UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur liegen knapp 40 Anträge vor. An vier davon ist Deutschland beteiligt. Mit Entscheidungen wird allerdings erst Ende der Woche gerechnet.

Deutschland hat für die diesjährige Abstimmung das Fagus-Werk im niedersächsischen Alfeld und besonders naturnahe Buchenwälder nominiert. Als Teil grenzüberschreitenden Weltkulturerbes stehen zwei Häuser in der Stuttgarter Weissenhofsiedlung auf der Kandidatenliste. Sie wurden von dem französischen Architekten und Stadtplaner Le Corbusier entworfen.

Zudem ist die Bundesrepublik an der Nominierung prähistorischer Pfahlbauten rund um die Alpen beteiligt. In Baden-Württemberg und Bayern gibt es zahlreiche Relikte dieses Siedlungswesens.

Neben den Anträgen auf Neuaufnahme werden die Experten auch den Zustand zahlreicher bestehender Welterbestätten erörtern. Auf der „Liste des gefährdeten Welterbes“ stehen derzeit 34 Welterbestätten.

Darunter sind das Bamiyan-Tal in Afghanistan, das Barrier-Riff in Belize, die Altstadt und Stadtmauern von Jerusalem und der Nationalpark Everglades, wie die deutsche Unesco-Kommission mitteilte.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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  • Für die Dresdner Kulturlandschaft – Klage gegen die Waldschlößchenbrücke!
    Uns eint das Interesse am dauerhaften Erhalt einer unbelasteten Natur im Dresdner Elbtal, wir wollen die Zerstörung der einmaligen Landschaft nicht widerstandslos hinnehmen.
    Es geht beim heutigen Rechtsstreit keineswegs allein um die brückenbaubedingte Beeinträchtigung besonders gefährdeter Tierarten (z.B. Kleine Hufeisennase, Wachtelkönig, Eremit, Spanische Flagge, Grüne Keiljungfer, Dunkler Wiesenknopf-Ameisenbläuling, Westgroppe, Stromgründling, etc.) und geschützter Lebensraumtypen wie den „Mageren Flachlandmähwiesen“, den „Feuchten Hochstaudenfluren“ und den „Flüssen mit Schlammbänken“. Vielmehr haben die Richter des Oberverwaltungsgerichts in weitaus grundlegenderer Weise darüber zu befinden, ob der Landschaftsraum des Elbtals ohne weiteres als Baufläche genutzt werden kann oder im Interesse der Bewahrung der „Kronjuwelen des europäischen Naturerbes“ zu bewahren und möglichst schonend zu behandeln ist. Aspekte wie Welterbeverträglichkeit, negative Verkehrsprognose, Standsicherheit und Denkmalschutz hätten ebenfalls zur Ablehnung der Waldschlößchenbrücke führen müssen.

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