Weltjugendtag
260 Köche bewirten die Pilger

Zur Eröffnung des Weltjugendtags am Dienstag erwarten die Veranstalter rund 400 000 Teilnehmer. Zum Höhepunkt, dem Gottesdienst mit Bendikt XVI. am Sonntag, sollen sogar 800 000 Besucher kommen. Für sie alle muss gesorgt werden.

Rund 25 000 Helfer aus 120 Nationen stehen beim Weltjugendtag ehrenamtlich zur Verfügung. 22 000 davon kommen aus Deutschland, davon 12 000 aus dem gastgebenden Erzbistum Köln. Die Freiwilligen helfen bei der Essensausgabe, an Info-Points, im Pressezentrum oder im Backstage-Bereich. Auf dem Marienfeld sind zudem 1 900 Rettungskräfte im Einsatz.

Das Programm des Weltjugendtages umfasst rund 1 000 Veranstaltungen an 500 Orten in gesamten Erzbistum, wobei Köln, Bonn und Düsseldorf die Schwerpunkte bilden. Das Spektrum reicht von Gebeten, Gottesdiensten und Meditation über Tanz und Straßentheater bis hin zu Rockfestivals. Die Höhepunkte bilden die Begrüßung der Teilnehmer durch Papst Benedikt XVI. von einem Rheinschiff aus, das Nachtgebet mit dem Papst am Samstag sowie die große Abschlussmesse auf dem Marienfeld.

Rund 4 000 Polizisten sorgen jeden Tag für Sicherheit. Bei großen Ereignissen werden an den Eingängen stichprobenweise Sicherheitskontrollen durchgeführt. Über dem Marienfeld herrscht ein Flugverbot, dazu ein eingeschränktes über der Stadt Köln. Die Luftwaffe steht mit Abfangjägern bereit. Der als stark gefährdet eingestufte Papst wird bewacht von Sicherheitskräften des Vatikans, der Kölner Polizei und Beamten des Bundeskriminalamtes. Bevor der Papst eine Rheinfahrt unternimmt, wird der Fluss von Tauchern abgesucht. Drei Brücken werden für den Autoverkehr gesperrt, außerdem zwei Eisenbahnbrücken.

Rund 90 000 Betten stehen in Privathaushalten im Kölner Erzbistum zur Verfügung. Der Großteil der Pilger findet eine Schlafgelegenheit in Schulen, Turnhallen, Vereinshäusern, Jugendherbergen, Hotels sowie in Campinglagern. Für die sanitäre Versorgung wurden im gesamten Bistum 12 000 mobile Sanitäranlagen aufgebaut.

Für die Verpflegung der Pilger sorgen 260 Köche an 320 Pfannen und Öfen. Zur Ausgabe der Mahlzeiten kommen mobile Restaurants zum Einsatz. Für die rund 400 000 registrierten Pilger sind eingeplant: 900 000 Brötchen und 700 000 Essen pro Tag, 180 000 Kilo Brot und Baguette, 300 000 Liter Milch, eine Million Bestecke, 1,8 Millionen Stück Obst, 3,6 Millionen Abfalltüten und 5,7 Millionen Pappkartons.

Das Budget soll nach Angaben der Organisatoren die Grenze von 100 Millionen Euro nicht überschreiten. Zu 40 Prozent wird das Ereignis durch Beiträge der Pilger finanziert. 30 Prozent zahlen die Bistümer. 15 Prozent werden durch Spenden, Sponsoring, Merchandising und sonstige Einnahmen erwirtschaftet. 15 Prozent tragen der Bund (7,5 Mill. Euro), das Land Nordrhein-Westfalen (drei Mill. Euro), die Stadt Köln (1,5 Millionen) und die Europäische Union (1,5 Millionen).

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%