Weltmeister im Weitspucken
Strandschneckenspucker verrät Erfolgsgeheimnis

Alain Jourden will am Sonntag seinen Weltmeistertitel im Spucken von Strandschnecken verteidigen. Der Bretone kann eine Strandschnecke mehr als zehn Meter weit spucken. Er verrät ein paar Geheimnisse seiner Technik...

HB ROSCOFF. Kein Erfolg ohne Rezept: Die ideale Strandschnecke dürfe „weder zu schwer noch zu leicht sein“, verriet Alain Jourden, der sie während der Arbeit testet. Dann müsse sie „mit ihrer Öffnung zum Mundinneren hin positioniert werden“. Und auch auf die Atemtechnik komme es an.

Vor einem Jahr war der Bretone nicht so ganz in Form, verteidigte dennoch seinen Titel als Weltmeister im Spucken von Strandschnecken und tritt jetzt wieder an. Am Sonntag will der 45-Jährige in dem Ort Moguériec bei Roscoff mit Heimvorteil den bereits fünften Rekordtitel im Weitspucken der Bigorneau- Schnecken holen. Dies teilten die Organisatoren des kuriosen Wettbewerbs mit.

Sollte Alain es nicht schaffen, tritt vielleicht der in die Geheimnisse des Weitspuckens eingeweihte Sohn Thierry bald in seine Fußstapfen - der 15-Jährige spuckte die Bigorneau, die im übrigen eine unter Feinschmeckern begehrte Delikatesse ist, schon sieben Meter weit.

Im vergangenen Jahr hatten mehr als 200 Weitspucker aus 15 Nationen vergebens versucht, auch nur annähernd an die Leistungen des Algensammlers Jourden heranzukommen, obwohl dieser mit 10,11 Metern unter seinem persönlichen Rekord von 10,40 Metern blieb. Auf der zweiten Stufe des Treppchens stand 2005 der Deutsche Tim Leuchters mit 7,84 Metern. Dritter wurde der Schweizer Marc Besson mit 7,61 Metern.

Das sandige Spuckterrain ist 20 Meter lang und drei Meter breit. Jeder hat drei Spuckversuche und darf dabei Anlauf nehmen. Die Schnecken überleben den Wettbewerb. Sie werden am Morgen ausgesucht, dann in Algen feucht gehalten und nach ihrem Spuckflug wieder ausgesetzt.

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