Weltweiter Katastrophenbericht
Naturkatastrophen auf dem Vormarsch

Nach dem weltweiten Katastrophenbericht der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften hat sich das Ausmaß von Naturkatastrophen im vergangenen Jahr drastisch vergrößert. Die Anzahl der betroffenen Menschen sowie die verursachten Schäden schnellten in die Höhe. Trotzdem hat sich die Zahl der Todesopfer deutlich verringert.

HB BERLIN. Naturkatastrophen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr Menschen getroffen und drastisch höhere Schäden verursacht als 2006. Allerdings kamen dabei viel weniger Menschen ums Leben.

Das geht aus dem Weltkatastrophenbericht der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmondgesellschaften (IFRC) hervor, den das Deutsche Rote Kreuz (DRK) am Mittwoch in Berlin vorstellte.

201 Millionen Menschen, das waren 61 Millionen oder gut 43 Prozent mehr als 2006, waren demnach im vergangenen Jahr von Naturkatastrophen betroffen. Mehr als 23 000 Menschen und damit 10 000 oder rund 43 Prozent weniger als 2006 starben dabei.

Dem Bericht zufolge verursachten 657 Katastrophen Schäden in Höhe von 63,5 Milliarden US-Dollar. Das waren rund 26,7 Milliarden US-Dollar oder gut 72 Prozent mehr als 2006.

Für das Rote Kreuz bedeutet die hohe Zahl an Betroffenen, dass immer mehr Menschen auf Katastrophenhilfe angewiesen sind. Zwar können die sinkenden Todeszahlen bedeuten, dass die Menschen besser auf Katastrophen vorbereitet sind, aber das Ausmaß der Zerstörung ist größer geworden, betonte das Deutsche Rote Kreuz.

"Katastrophenhilfe ist teuer. Katastrophenvorsorge dagegen nicht. Wir müssen zukünftig agieren, bevor das Erdbeben oder der Wirbelsturm kommt. Nicht erst danach", erklärte DRK-Präsident Rudolf Seiters und verwies auf beispielhafte Hilfen für Indonesien nach dem Tsunami 2004.

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