„Weniger Gift im Essen muss nicht teurer sein“
Pestizid-Studie adelt Discounter

Die Supermarktketten Kaisers/Tengelmann, Edeka und Rewe verkaufen das am stärksten mit giftigen Pestiziden belastete Obst und Gemüse in Deutschland. Das ist das Ergebnis eines Tests der Umweltschutzorganisation Greenpeace. Zwei Discounter schnitten deutlich besser ab. Rewe gelobte bereits Besserung.

HB KÖLN. In der Untersuchung von 576 Obst- und Gemüseproben liegen die Discounter Lidl und Aldi vorn. Die Ware der drei Schlusslichter weist drei bis fünf Mal mehr Überschreitungen der Grenzwerte auf. Kaufhof, Real und Billa (Rewe Österreich) liegen im Mittelfeld.

„Die schlechte Nachricht ist: Im Obst und Gemüse der Supermärkte stecken nach wie vor zu viele Pestizide. Kein Angebot der getesteten Supermärkte war befriedigend“, sagt Manfred Krautter, Chemieexperte von Greenpeace. „Die gute Nachricht: Weniger Gift im Essen muss nicht teurer sein." Uneingeschränkt empfehlenswert sei allerdings nur Bio-Ware.

Ein Rewe-Sprecher reagierte auf die Studie mit dem Hinweis, dass der Handelsriese seine Obst- und Gemüse-Lieferanten jüngst auf niedrigere Schadstoff-Grenzwerte verpflichtet habe. Sie dürften nur noch Ware liefern, die nur noch höchstens 70 Prozent sowohl der gesetzlichen Schadstoff-Höchstmenge als auch die von der WHO empfohlenen „akuten Referenzdosis“ enthalte. Diese Regelung, die Rewe unabhängig von der Greenpeace-Studie erlassen habe, werde in wenigen Wochen vollständig umgesetzt sein. Edeka-Sprecherin Marliese Kalthoff wies darauf hin, dass das Unternehmen für seine Eigenmarken schon seit 1997 Höchstbelastungswerte von höchsten 50 Prozent der gesetzlichen Grenzen vorschreibe. Von Kaisers/Tengelmann liegt noch keine Stellungnahme vor.

Der Industrieverband Agrar, in dem die Hersteller von Agrarchemikalien organisiert, erklärte zu der Untersuchung: „Die Verbraucher können das breite Obst- und Gemüseangebot, das wir heute haben, unbesorgt genießen.“ Rückstände seien in vielen Fällen nicht völlig vermeidbar, entscheidend sei aber die Menge. Der Verband verwies auf die Gesundheitsbehörden, die jedes einzelne Pflanzenschutzmittel prüfen würden. Gleichzeitig kritisierte ein Verbandssprecher: „Wenn Greenpeace bei seinen Tests mehr Rückstände findet als in den Vorjahren, dann hängt das mit den besseren Analysemethoden zusammen. Die winzigen Spuren, die sie nachweisen, sind gesundheitlich kein Problem.“

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