Weniger Schäden als befürchtet
„Rita“ ist gnädiger als „Katrina“

Mit über 200 Stundenkilometern ist Hurrikan „Rita“ am Samstag auf die texanische Golfküste gedonnert und hat eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Dennoch hat das Unwetter nach Einschätzung des US-Katastrophenschutzes weit weniger Schäden als befürchtet angerichtet. Der Sturm, der über den Bundesstaaten Louisiana und Texas am Sonntag langsam Richtung Norden zog, bleibt wegen der heftigen Regenfälle aber weiter gefährlich.

HB HOUSTON/WASHINGTON. Im US-Bundesstaat Mississippi starb am Samstag ein Mensch durch einen Tornado, der im Zusammenhang mit „Rita“ entstanden war. Mehrere Menschen wurden verletzt. In Port Arthur in Texas wurden zwei Ölraffinerien durch die gewaltigen Winde von bis zu 200 Stundenkilometer erheblich beschädigt.

„Rita“ verlor über dem Festland Energie und wurde zu einem Tropensturm heruntergestuft. Wie das Nationale Hurrikanzentrum in Miami am Sonntagmorgen meldete, lag die mittlere Geschwindigkeit bei 60 Kilometer in der Stunde, Böen erreichten etwa 120 Stundenkilometer.

Trotz Abschwächung auf ein tropisches Tief am Sonntag drohte neues Unheil durch „Rita“: Meteorologen warnten vor Überschwemmungen, Gewitterstürmen und Tornados auch am Montag. Das Nationale Hurrikan- Zentrum in Miami bereitete die US-Bürger sogar auf gefährliche Wirbelstürme bis November vor. Im Süden des US-Bundesstaates Louisiana stieg das Hochwasser der Flüsse bereits am Sonntag bedrohlich an. Für Mississippi, Arkansas und Tennessee galten Tornado-Warnungen. Insgesamt wurden in neun Bundesstaaten Überflutungen befürchtet. Derweil zog „Rita“ mit heftigen Regenschauern von der Golfküste in nördliche Richtung.

Mit meterhohen Flutwellen und stundenlangen Regenfällen hatte „Rita“ am Samstag an der US-Golfküste in Texas und Louisiana die schwersten Überschwemmungen der vergangenen vier Jahrzehnte ausgelöst. Vier Wochen nach Wirbelsturm „Katrina“ war „Rita“ am Morgen mit voller Wucht auf das Festland getroffen. Gegenden um die texanische Stadt Beaumont sahen nach Augenzeugenberichten aus, als ob ein riesiger Bulldozer über Häuser und Bäume gefahren sei. Strommasten knickten um wie Streichhölzer. Unzählige Häuser wurden zerstört.

Die besonders schwer getroffene Stadt Lake Charles in Louisiana versank teilweise in den Fluten. Hier brauchte „Rita“ nur wenige Minuten, um verheerende Zerstörungen anzurichten. Bäume wurden entwurzelt, umgeworfen und blockierten Straßen. Die Gouverneurin von Louisiana, Kathleen Blanco, forderte alle auf, sorgsam mit den knappen Benzinvorräten umzugehen. „Wir brauchen das Benzin jetzt für die Rettungsmaßnahmen. Verschwenden Sie es nicht“. Zugleich versicherte sie: „Wir werden aufstehen und weiter machen.“

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