Westafrika
44 Tote bei Überschwemmungen in Niger

Nicht nur in den USA haben sintflutartige Regenfälle erheblichen Schaden angerichtet. Auch das Nigerdelta in Westafrika steht unter Wasser. Dort wurden Hunderte Häuser zerstört, es gab viele Tote – nicht zum ersten Mal.
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New YorkIn Niger ist es zu starken Überschwemmungen gekommen. Die Regierung des westafrikanischen Staates meldete 44 Tote durch Überschwemmungen seit Juni. Am Samstag setzte im Niger-Delta erneut starker Regen ein, der mehrere Tage andauerte.

Hunderte Häuser wurden nach Regierungsangaben bei den Überflutungen zerstört. Der Direktor des Katastrophenschutzes in Niger, Aboubacar Bako, sagte der Nachrichtenagentur AP, Bewohner seien nach tagelangem starken Regen gezwungen gewesen, in Notunterkünfte zu fliehen.

Eine häufige Ursache der Überflutungen sind demnach verstopfte Abflusskanäle. Um Schäden zu mildern, gruben einige Gemeinden Ablaufrinnen. In der Hauptstadt Niamey waren Anfang der Woche Straßen kaum passierbar. Dort leben eine Million Menschen.

Viele Menschen im Niger-Delta erleben nicht zum ersten Mal verheerende Überschwemmungen. Im Jahr 2016 starben mehr als 50 Menschen nach Überflutungen, Tausende verloren ihre Häuser. Bereits im Mai dieses Jahres hatte die Uno davor gewarnt, dass erneut 106.000 Bewohner des Niger-Deltas ihr Zuhause verlieren könnten.

Während die Region nun abermals unter Wasser stand, vereinbarten EU-Politiker am Montag in Brüssel neue Regeln für Flüchtlinge aus afrikanischen Staaten wie Niger, Tschad und Libyen. Ansprüche auf Asyl oder Flüchtlingsstatus sollen künftig schon dort überprüft werden.

Niger gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es ist in punkto Fläche eines der größten Länder Afrikas, weite Teile gehören zur Sahara-Wüste.

Annika Reinert
Petrina Engelke
Handelsblatt Online / Freie Mitarbeiterin

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