Westdeutschland holt auf
Alternative Lebensformen auf dem Vormarsch

HB WIESBADEN. Jede vierte Familie mit minderjährigen Kindern in Deutschland ist inzwischen eine „alternative Familienform“, wie das Statistische Bundesamt am Freitag in Wiesbaden unter Berufung auf den Mikrozensus 2005 mitteilte. Gemeint sind damit Lebensgemeinschaften oder allein erziehende Mütter oder Väter mit Kindern unter 18 Jahren.

Insgesamt waren bei der Befragung für den Mikrozensus im März 2004 in Deutschland rund 9,0 Millionen Familien mit minderjährigen Kindern gezählt worden, wie die Statistiker weiter mitteilten. Davon waren 2,3 Millionen entsprechend 25 Prozent alternative Familienformen. 1996 hatte ihr Anteil bundesweit erst 19 Prozent betragen.

In Ostdeutschland und Berlin lag der Anteil der Alternativ-Familien 2004 sogar bei 40 Prozent (rund 0,7 Millionen von insgesamt 1,7 Familien mit minderjährigen Kindern). 1996 waren es dort 28 Prozent gewesen und damit schon deutlich mehr als acht Jahre später in Westdeutschland mit 21 Prozent (1,6 Millionen der 7,2 Millionen Familien). 1996 hatte die Quote im Westen erst 16 Prozent betragen.

Das „Aufholen“ des Westens in Bezug auf alternative Familienformen zeigt sich auch bei der absoluten Zahl, diese stieg gegenüber April 1996 um 37 Prozent auf rund 1,6 Millionen im März 2004, in den neuen Ländern und Berlin „nur“ um 13 Prozent auf 699.000. Damit war der Zuwachs alternativer Familien mit minderjährigen Kindern in Westdeutschland fast drei Mal so hoch wie in Ostdeutschland. Zu den Kindern zählen dabei - neben leiblichen Kindern - auch Stief-, Pflege- und Adoptivkinder.

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