Westdeutschland und Alpenraum betroffen
Unwetter verursachen Millionenschäden

Heftige Gewitter haben in der Nacht zum Donnerstag im Süden und Westen Deutschlands sowie in der Schweiz gewütet und Millionenschäden angerichtet. Drei Menschen wurden schwer verletzt.

HB FRANKFURT. Besonders betroffen war Nordrhein-Westfalen, wo die Feuerwehren am Mittwochabend Keller leer pumpen und umgestürzte Bäume beseitigen sowie Brände nach Blitzschlag löschen mussten. In der Schweiz wurden Millionenschäden befürchtet. Zahlreiche Public-Viewing-Veranstaltungen zur Fussball-WM wurden abgebrochen. Meteorologen warnten vor weiteren Unwettern.

Am sauerländischen Sorpesee wurde ein 57-Jähriger vom Blitz getroffen und lebensgefährlich verletzt. Laut Polizei hatte der Mann unter einem Baum Schutz gesucht. In Wuppertal erlitt ein 43-Jähriger einen schweren Stromschlag, als er trotz mehrfacher Warnungen seinen voll gelaufenen Keller betrat. Ein Kabel habe das Wasser unter Strom gesetzt, sagte ein Polizeisprecher. Das Opfer lag am Donnerstag im künstlichen Koma. Im schweizerischen Sitten (Kanton Wallis) wurde eine 57-jährige Fußgängerin von einem herunterfallenden Ast schwer verletzt.

Im Ruhrgebiet, im Sauerland und in Ostwestfalen verursachten Blitze Wohnhausbrände mit zum Teil schweren Schäden. In Brakel (Kreis Höxter) verbrannten zehn Tiere in einem Kuhstall. In Delbrück bei Paderborn wurde der Schornstein eines Einfamilienhauses von einem Blitz "regelrecht vom Dach gesprengt", wie die Polizei berichtete.

Auch aus Hessen, Bayern, Baden-Württemberg und aus dem westlichen Alpengebiet wurden Gewitterschäden gemeldet. Im nordhessischen Landkreis Kassel brannten laut Polizei die Dachstühle von zwei Wohnhäusern. Verletzt wurde niemand, der Sachschaden wurde mit mehr als 100 000 Euro beziffert. Im nordbayerischen Unterfranken und in Nordwürttemberg liefen zahlreiche Keller voll, Straßen wurden überflutet und Bäche traten über die Ufer. Auf der Autobahn 81 bei Heilbronn ereigneten sich vier Unfälle. Die Bewohner von Meimsheim (Landkreis Heilbronn) wurden wegen drohender Wassermassen vorsorglich von der Feuerwehr mit Sirenen geweckt.

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