
Dazu gleicht der gemeinschaftliche Auftritt der Wettkandidaten und ihrer prominenten Paten am Anfang eher einem Almauftrieb als einer Show. Aber irgendwann ist auch das geschafft, und alle sitzen beziehungslos nebeneinander auf der Couch. Dort muss man dann sehr genau hinschauen, um jenen zu erkennen, der die ganze Chose leitet. Lanz unterscheidet sich trotz viel zu vielen offenen Hemdknöpfen in Sachen Ausstrahlung nicht wesentlich vom Bezug der Gästecouch und muss schon verteufelt oft auf sich aufmerksam machen, damit man überhaupt eine Ahnung erhält, warum er da ist.
Wohl genau aus diesem Grund sagt er allein in der ersten halben Stunde gefühlte 50 Mal ich. „Ich wette, dass das eine oder andere heute in die Hose geht“, sagt er vorauseilend, und dann betont er mal wieder, wie sehr er doch gebeten wurde, diesen Job zu übernommen. „Ich habe das alles nicht gewollt“, kokettiert er. Schließlich kommt in Abwandlungen seine Standardfloskel zum Einsatz. „Wir werden darüber zu reden haben“, droht er mehrfach. Dann kündigt er an: „Wir werden gleich ausführlich darüber sprechen“, oder er sagt: „Darüber wird zu reden sein.“
Dann redet er los und sagt: nichts. Er macht Gags, die so wenig witzig wie originell sind. Er hält sich trotzdem für irre mutig, wenn er etwa das Gespräch mit dem Sänger Rolando Villazón mit der Frage eröffnet, wer ihm denn an diesem Tag die Nasenhaare geschnitten habe. Grundlage, und das muss der alerte Markus schnell mal dazwischen schieben, ist natürlich eine Anekdote aus seinem irre aufregenden Leben, in dem er, also der Markus, mal gesehen hat, wie sich zwei Sänger gegenseitig die Nasenhaare entfernten. Wow!
Als der Popstar Cro auftritt, trägt der ein T-Shirt, auf dem vorne steht „Was reimt sich auf Lanz?“. Hinten drauf prangt als lasche Auflösung schmutziger Phantasien das Wörtchen „Gans“. Schon als die Kamera das T-Shirt einfängt, weiß man als Zuschauer, dass Herr Lanz den Aufdruck gleich thematisieren wird. Es geht ja schließlich um ihn, den duften Markus, und da ist es ja quasi seine journalistische Pflicht, gleich mal nachzubohren und schwer einen auf investigativ zu machen.
Nein, eitel ist er nicht. Das hat er schon in einem Interview vorab gesagt. Er interessiert sich halt für die Menschen. Besonders wenn sie Markus Lanz heißen und immer wieder sinnfrei mit dem Zeigefinger herumfuchteln und sich ständig an die Nase oder die eigenen Lippen fassen. Sehr bemüht versucht er, sich locker zu geben, aber bemühte Lockerheit erzeugt nun mal das Gegenteil der Absicht.

diese wetten dass show...entbehrt alles was eine perfekte glitzernde, prickelnde show ausmacht -
...aber vielleicht ist das "einfach" gut so....

So ein Unsinn...und dieser Schreibtischtäter hat tatsächlich Journalismus oder ähnliches in Hinterpfuschendorf studiert!?
Wenn man sich umhört wird klar, dass diese einen Hauch zuu subjektive Meinung absolut nicht der Masse entspricht.
Da muss man objektiv rangehen und sämtliche äußere und innere Umstände berücksichtigen, um eine aussagekräftuge Kritik verfassen zu können. Wäre dies geschehen, und nicht nur aus einer Laune oder grundsätzlicher Verachtung des Moderators heraus, könnte man hier nun einen objektiv richtigen, nachdenkenswerten Artikel lesen, welcher auf keinen Fall zu diesem verachtenden Schluss gekommen wäre.
Meine Fresse...wofür werden solche Texter bezahlt...

Meine volle Zustimmung,mir aus dem Herzen gesprochen!Habe allerdings nur 5 Minuten ausgehalten und dann noch einmal reingezappt -grauenvoll!
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