Wetter
„Juliane“ bringt den Sommer zurück

Nach dem eher wechselhaften Wetter der vergangenen Zeit kann sich ganz Deutschland mächtig freuen: Der Sommer kommt überall zurück - zumindest für ein paar Tage. Verantwortlich dafür ist ein Hochdrucklgebiet namens "Juliane".

HB HAMBURG. Eine Arzthelferin aus Emmendingen im Breisgau steht für den Namen Pate. Juliane Fechner hatte die Wetterpatenschaft der Freien Universität Berlin von ihrem Ehemann zum 50. Geburtstag geschenkt bekommen. "Das schöne Wetter werde ich in meinem Garten im Strandkorb genießen", sagte die Mutter von zwei Kindern am Mittwoch. Unterdessen ziehen Meteorologen eine erste Sommer-Zwischenbilanz.

Am Donnerstag soll die Sonne nach Vorhersage des Deutschen Wetterdienstes (DWD) kräftig scheinen, nur gelegentlich zeigt sich eine hohe Schleierbewölkung. Die Meteorologen warnen davor, sich ungeschützt der Sonne auszusetzen. Die UV-Strahlung seiso stark, dass bereits nach 20 Minuten ein Sonnenbrand drohe. Die Temperaturen erreichen 25 Grad in Mecklenburg-Vorpommern und bis zu 31 Grad im Westen und Südwesten. In der Nacht kühlt es stark ab.

Sehr sonnig wird es auch am Freitag. Im Westen und Südwesten sind 33 Grad möglich. An den Küsten sind es im Seewind immerhin noch bis zu 25 Grad. Zum Abend hin können sich westlich des Rheins und vom Schwarzwald bis zum Allgäu allerdings teils kräftige Wärmegewitter entwickeln. In deren Nähe ist mit starken Böen zu rechnen.

In Ostdeutschland halte sich das Sommerwetter hingegen fast unverändert noch bis in das Wochenende hinein, sagte DWD-Meteorologe Wolfgang Harno. "Wir rechnen damit, dass erst in der Nacht vom Samstag zum Sonntag die ersten Tiefausläufer das Sonnenwetter verdrängen werden."

Trotz dieses erneuten Wetterumschwungs ziehen Experten bisher eine positive Sommerbilanz. "Wir sind ein bisschen verwöhnt aus den 90er Jahren und vom Anfang dieses Jahrhunderts, als wir sehr häufig Sommer hatten, die lange Trockenperioden brachten", sagte Harno. "Das Normale wäre eigentlich das, was jetzt in diesem Jahr abläuft."

"Der Sommer 2009 ist besser als sein Ruf", schreibt auch der Wetterdienst Meteomedia. Es habe zwar ausgelöst durch Gewitter örtlich zum Teil mehr als üblich geregnet, doch dabei habe es oft auf kleinstem Raum extreme Unterschiede gegeben. Und in Flüssen wie Ruhr, Weser oder Lahn seien die Wasserstände sogar zu niedrig. "Deutlich zu nass war es wirklich nur ganz im Süden", sagte Meteomedia-Experte Andreas Wagner. Auch in den kommenden Tagen sei am Alpenrand wieder mit starken Regenfällen zu rechnen. Gebietsweise würden 100 Liter Regen pro Quadratmeter in den nächsten sieben Tagen vorhergesagt.

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