Wetter
Mindestens 22 Hitzetote in den USA

Die brütende Hitze im Osten und dem Mittleren Westen der USA hat bislang mindestens 22 Menschen das Leben gekostet.

HB VIGINIA BEACH. In mehr als einem dutzend US-Staaten galten noch Hitzewarnungen, doch sagten die Meteorologen nach fast einer Woche eine Abkühlung für Donnerstagabend (Ortszeit) voraus. In New York, Philadelphia, Boston und Baltimore wurden noch einmal Temperaturen über 35 Grad gemessen.

Nach Angaben der Behörden spielte das Wetter bei mindestens 22 Todesfällen seit Sonntag eine Rolle, zudem gab es acht Verdachtsfälle. Sechs Hitzetote wurden aus dem Großraum Chicago gemeldet. In der Stadt waren bei einer viertägigen Hitzewelle 1995 noch mehr als 700 Menschen ums Leben gekommen. Chicago habe daraus Lehren gezogen, lobten Experten.

In Conyers im Staat Georgia starb ein 15-jähriger Schüler, der tags zuvor beim Fußballtraining wegen der Hitze zusammengebrochen war. Aus dem Staat Illinois wurden mindestens drei Hitzetote gemeldet. In Wisconsin starb eine 75 Jahre alte Frau, die aus Sparsamkeit ihre Klimaanlage ausgeschaltet hatte. Farmer versuchten, ihr Vieh mit Ventilatoren und kaltem Wasser abzukühlen. Im Staat Indiana verendeten mindestens 25 000 Hühner.

In Teilen der Neuengland-Staaten fiel in der Nacht zum Mittwoch der Strom aus. In der Millionenstadt Chicago wurden zuvor etwa 1 200 Menschen aus ihren Wohnblocks evakuiert, nachdem am Montagabend die Stromversorgung teilweise zusammengebrochen war. Davon waren insgesamt 20 000 Menschen betroffen. In New York wurde die nächtliche Beleuchtung des Empire State Buildings, des Chrysler Buildings sowie mehrerer Brücken ausgeschaltet.

Die Stromversorger rechneten wegen der Hitze mit einer Rekordnutzung von Klimaanlagen und Ventilatoren. Sie versicherten aber, dass die Versorgung nicht gefährdet sei. Gleichwohl wurden in New York Maßnahmen zur Energieeinsparung in Gang gesetzt. Unter anderem mussten Büros ihre Klimathermostate von 22 Grad auf 26 Grad Celsius hochstellen. Der jüngste 10-tägige Stromausfall im Stadtteil Queens war den Einwohnern ebenso wie den Behörden noch gut in Erinnerung.

Auch in der New Yorker U-Bahn schwitzten am Mittwochmorgen die Fahrgäste. Der Pendler Sayed Bukhari sagte, in drei Wagen seines Zugs nach Manhattan sei die Klimaanlage ausgeschaltet gewesen. „Die Leute haben geweint“, sagte er.

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