Wetter
Russische Kälte hat Deutschland im Griff

Russische Kälte hat Deutschland fest im Griff - aber ob es an Weihnachten schneit, ist zehn Tage vor dem Fest noch unklar. Auch Spanien erlebt einen ersten Kälteeinbruch. Die Behörden des Landes warnen vor dem Herannahen einer "sibirischen Kaltfront".
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HB OFFENBACH/MADRID. "Es ist noch nichts entschieden", sagte Meteorologe Helmut Malewski vom Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach am Montag. In den Computermodellen gebe es extreme Abweichungen - die Prognosen für die Weihnachtstemperaturen schwankten von plus zehn bis minus drei Grad. Sicher sind die Meteorologen, dass es bis zum kommenden Sonntag kalt bleibt. "Danach ist alles offen", sagte Malewski.

Hoch "Dorothea" hält sich derzeit zäh über dem nördlichen Mitteleuropa, an seiner Südseite strömt kalte Luft aus Russland nach Deutschland. Am Donnerstag und Freitag schneit es immer wieder, "mengenmäßig wird das aber nicht viel", sagte Malewski. Allerdings bleibt der Schnee auf dem gefrorenen Boden überall liegen. Tagsüber ist es winterlich bei Temperaturen unter Null, nur an den Küsten gibt es keinen Frost. Nachts kann es bitterkalt werden, über Schneeflächen rutschen die Temperaturen sogar auf zweistellige Minus-Werte.

Eine Woche vor dem astronomischen Beginn des Winters hat auch Spanien einen ersten Kälteeinbruch erlebt. In der Osthälfte des Landes waren mehrere Autobahnen und Landstraßen am Montag nach Schneefällen unpassierbar. Die Behörden warnten vor dem Herannahen einer "sibirischen Kaltfront" und gaben für den Norden und Osten des Landes Unwetteralarm. Die Temperaturen sanken im Zentrum der Iberischen Halbinsel auf den Gefrierpunkt.

In der ostspanischen Stadt Teruel gaben die Behörden an allen Schulen unterrichtsfrei. Mehrere Zufahrtsstraßen waren eingeschneit und nur noch mit Schneeketten passierbar. Auch das Zentrum Spaniens war von einer Schneedecke überzogen. In Madrid und in der Umgebung der Hauptstadt lösten die Schneefälle ein Verkehrschaos aus.

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