Wetteraussichten
Wochenend' und Sonnenschein

Landwirte müssen noch länger auf Regen warten, Sonnenanbeter und Badefreunde haben dagegen allen Grund, sich aufs Wochenende zu freuen: Fast hochsommerliche Temperaturen kündigen die Meteorologen an.
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Offenbach Sommer, Sonne, Sonnenschein - und kein Regen in Sicht. Mit bis zu 29 Grad lädt das Wetter am Wochenende zum Freibadbesuch ein. Am Samstag gibt es deutschlandweit bei Sonnenschein nur gelegentlich lockere Wolkenfelder, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach mitteilte. Die Temperatur steigt auf sommerliche Werte zwischen 22 Grad im Nordosten und 28 Grad im Westen. Auch am Sonntag bleibt es dank Hoch Uta sonnig. Ganz vereinzelt sind Wärmegewitter möglich. Die Höchstwerte: zwischen 22 Grad im Nordosten und bis zu 29 Grad im Südwesten. An den Küsten und in den Mittelgebirgs-Hochlagen wird es nur bis zu 19 Grad.

Es ist also - zum Leidwesen der Bauern - weiterhin (zu) trocken, denn auch am Montag regiert die Sonne den Himmel. Erst nachmittags und abends muss bei Temperaturen bis zu 28 Grad mit Schauern und Gewittern gerechnet werden.

Dabei gab es noch zu Beginn der Woche Minusgrade - zumindest in einigen Gebieten Deutschlands. Von Nord bis Süd purzelten lokale Kälterekorde. Im ostfriesischen Emden wurden in den Nächten zu Donnerstag und Freitag bis zu minus 2,9 Grad gemessen - damit wurde der bisherige Rekordwert für Anfang Mai mit minus 1,5 Grad aus dem Jahr 1957 deutlich unterboten. Auch in Quickborn gab es mit minus 3,9 Grad einen Tiefstwert (bisher minus 3,8 Grad im Mai 1993).

Durch den Frost sei es bei einigen Pflanzen zu Frostschäden gekommen, zum Beispiel beim Wein im Rheingau, sagte der DWD-Meteorologe Gerhard Müller-Westermeier. "Allerdings ist es seit drei Monaten zu trocken, das ist wohl das größere Problem", erklärte er. Der diesjährige Frühling von März bis Mai sei deutlich trockener als der bisher trockenste Frühling im Jahr 1893.

In Lechfeld war es mit minus 4,6 Grad deutlich kälter als im bisherigen Rekord-Mai 1976 mit minus 2,8 Grad. In Augsburg fiel das Thermometer auf minus 3,9 Grad und damit auch so tief wie seit 1957 nicht mehr an einem Mai-Anfang.

Die kälteste Temperatur, die jemals in Deutschland in einem Mai gemessen wurde, betrug am 7. Mai 1919 minus 19,8 Grad - auf der Zugspitze. Ohne das Hochgebirge fiel das Thermometer laut DWD am 4. Mai dieses Jahres in Deutschneudorf-Brüderwiese (Sachsen) mit minus 6,1 Grad auf den tiefsten je gemessenen Wert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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