Wetterchaos
Auf den New Yorker Flughäfen geht nichts mehr

Ein Schneesturm hat das öffentliche Leben an der Ostküste der USA zum Erliegen gebracht. Am traditionell dem Shopping oder der Rückreise von Familienfeiern gewidmeten Tag nach Weihnachten mussten Tausende von Flügen und Zugverbindungen gestrichen werden, die Geschäfte blieben leer. Die drei großen New Yorker Flughäfen sind geschlossen, mehr als 1.400 Flüge fielen bislang aus.
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ben/rtr/dpa NEW YORK. Auf New Yorks drei großen Flughäfen geht seit Sonntagabend (Ortszeit) wegen eines Schneesturms nichts mehr. Starts und Landungen vom John-F.-Kennedy International Airport, von LaGuardia und von Newark Liberty Airports seien eingestellt, sagte die Sprecherin der zuständigen Behörde, Sara Joren, nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN. Am Sonntag fielen auf diesem drei Flughäfen mehr als 1.400 Flüge aus. Der New Yorker Kennedy-Flughafen soll am Montag um 5.00 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MEZ) wieder geöffnet werden.

Der Blizzard an der Ostküste der USA führt auch bei der Lufthansa zu Flugausfällen. Bislang seien etwa ein halbes Dutzend Flüge nach New York gestrichen worden, sagte ein Konzernsprecher am Montag. Die Schneestürme führten im gesamten Luftverkehr zu erheblichen Einschränkungen. Die Lufthansa warte nun ab, wie sich die Lage entwickele, möglicherweise öffneten die New Yorker Flughäfen im Tagesverlauf wieder. „Wir sind verhalten optimistisch, dass am späten Nachmittag wieder Flüge dorthin starten können.“

Der Wintersturm mit Schneemassen und starkem Wind hatte den Nordosten der USA am Sonntag lahmgelegt. Der Betrieb an einigen Flughäfen, darunter JFK International in New York, wurde eingestellt, hunderte Flüge von verschiedenen Airlines fielen aus. Auch der Zugverkehr kam vielerorts mitten im Weihnachtsreiseverkehr zum Erliegen.

Ein Blizzard mit Schneemassen und starkem Wind hatte mitten im Weihnachtsreiseverkehr im Nordosten der USA für massive Behinderungen gesorgt. Hunderte Flugverbindungen wurden am Sonntag gestrichen und Personenzüge zwischen New York und Bosten eingestellt. Für manche Gebiete wurden über 60 Zentimeter Neuschnee erwartet. In New York sollten 2400 Mitarbeiter der Stadt helfen, Straßen und Wege vom Schnee zu befreien. Wegen Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Stundenkilometern wurden für Montag Schneeverwehungen erwartet.

Allein Delta strich etwa 850 Flüge, was einem Sechstel des geplanten Aufkommens entspricht. United Airlines setzte 110 Verbindungen aus. Bei American Airlines, Continental und JetBlue waren es nach den Worten von Sprechern jeweils rund 260. Normalerweise stehen bei JetBlue, an der die Deutsche Lufthansa beteiligt ist, für den Nordosten der USA täglich rund 750 Flüge auf dem Plan.

Die US-Wetterbehörde gab für einen Großteil der Ostküste Schnee- und Blizzardwarnungen heraus. In den Bundesstaaten Massachusetts und Maine wurde wegen der erwarteten 50 Zentimeter Neuschnee der Notstand ausgerufen. Viele Bürger deckten sich mit Grundnahrungsmitteln wie Brot oder Milch ein und kauften Brennholz und Schneeschieber.

Auch Europa kämpft seit Tagen mit Schnee und Eis. So kam es kurz vor Weihnachten zu massiven Behinderungen auf Flughäfen wie Brüssel, Paris oder London-Heathrow. Auch in Deutschland wurden Flüge gestrichen. Wegen Schnee und vereister Oberleitungen war der Bahnverkehr behindert. Viele Autofahrer mussten stundenlang im Stau stehen.

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  • @tomtomtoy
    Lieber tomtomtoy,
    ihre Argumentation zeigt recht deutlich, dass Sie von der Komplexität des Klimas, ihrer interpendenzen, Abhängigkeiten und Faktoren nicht allzuviel verstehen. Nun gut, ich nehm es ihnen nicht übel. Sie sind wohl genausowenig Klimaforscher wie ich.
    Nur sollten Sie wissen, dass:
    1) ein Ausreisser niemals einen generellen Trend in Frage stellen muss bzw. abstreitet
    2) eine Klimaerwärmung in keinster Weise bedeutet, dass es nicht auch an anderen geografischen Orten vorübergehend auch zu starken Kälteerscheinungen kommen kann
    3) durch eine Klimaerwärmung es durchaus auch zur Abkühlung kommen, weil bestimmte Meeresströme ihren Lauf geringfügig ändern oder sich abschwächen
    4) es durch eine Klimaerwärmung zu immer stärkeren Wetteranomalien kommt (Dürre, Überflutungen, starke Hitze, starke Kälte etc.)
    etc, etc.
    Um Aussagen über den Klimawandel treffen zu können, muss man sich mit diesem Thema intensiv beschäftigen. Denn diese Entwicklungen sind so komplex und verflechtet und von so vielen Faktoren beeinflusst, dass heute keine Simulation der Welt eine exakte Prognose treffen kann.

    ich möchte Sie nur abschliessend darauf hinweisen, dass eine Temperaturerhöhung des Atlantiks um 1-2°C ausreichen ausreichen könnte, den Golfstrom so abzuschwächen, dass wir in Europa eine neue Eiszeit hätten. Falls Sie sich noch erinnern können: Der Golfstrom ist maßgeblich für das milde Klima in Europa verantwortlich. Fällt diese "Heizung" aus, können Sie sich schon mal warm einpacken...

  • Nun passt der zweite strenge Winter in folge auf der Nordhalbkugel so garnicht in das Konzept der Umweltgurus ,Klimaschützer und den selbsternannten Weltuntergangstheoretikern .
    Der vergangene,der aktuelle und es werden sicher noch einige kalte und Schneereiche Winter kommen die Euch die Statistik versauen .

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