Wetterkapriolen
Sturzregen, Sturm - und jetzt auch noch Hochwasser

Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage schwellen mehrere Flüsse in Deutschland weiter an, von Rhein, Neckar und Bodensee werden rasant steigende Wasserstände gemeldet. Nach Angaben des Wetterdienstes Meteomedia waren auf dem Schauinsland im Schwarzwald innerhalb von nur 24 Stunden 165 Liter Regen pro Quadratmeter niedergeprasselt.

HB DÜSSELDORF. In Rheinland-Pfalz vermeldeten die Pegel von Rhein und Mosel steigende Wasserstände, teilte das Hochwassermeldezentrum am Donnerstagmorgen in Mainz mit. Das Hochwassermeldezentrum rechnete mit einem weiteren Anstieg des Pegels, am Donnerstagmorgen soll in Karlsruhe-Maxau am Rhein der Scheitel mit 8,00 Metern erreicht werden. Auf der Mosel bei Trier ist bereits in der Nacht zum Mittwoch die Schifffahrt eingestellt worden.

Schwierig bleibt die Lage auch am Neckar: Bei Mannheim und Heidelberg wird der Hochwasserscheitel für Donnerstagabend erwartet. Der Pegel des Rheins bei Karlsruhe-Maxau sowie die vieler kleinerer Flüsse im Lande seien dagegen gefallen, teilte die Hochwasser- Vorhersagezentrale (HVZ) in Karlsruhe am Donnerstagmorgen mit. Bereits am Dienstag hatte das Sturmtief „Hanne“ mit heftigem Sturzregen vor allem in Süddeutschland Straßen und ganze Ortsteile überflutet. In Osann-Monzel in Rheinland-Pfalz wurde eine 35-jährige Frau wurde von einem umstürzenden Baum erschlagen.

In Baden-Baden war der Grobbach am Dienstagabend blitzartig zu einem reißenden Strom bis auf Kniehöhe angeschwollen. Matschlawinen schoben sich über die Fahrbahnen, Keller wurden überflutet. Der sonst friedliche Bach setzte die entlegenen Ortsteile Lichtental und Geroldsau unter Wasser. Feuerwehr und Polizei waren mit bis zu 350 Mann im Einsatz; das Technische Hilfswerk (THW) lieferte mit Spezial-Lastwagen 90 000 Sandsäcke.

Orkanartige Windböen halten seit Dienstagabend viele Menschen in Deutschland mindestens ebenso wie der Regen in Atem. In nur 25 Sekunden deckte am Dienstagnachmittag im niedersächsischen Drochtersen ein Tornado mindestens neun Hausdächer ab. Nach Angaben der Polizei wurde niemand verletzt, es entstand aber Sachschaden in Höhe von 500 000 Euro.

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