Widersprüchliche Aussagen
Italien steht wieder unter Strom

In der Nacht zum Montag hat sich die Situation in Italien wieder normalisiert. Der Stromausfall ist überwunden, das Leben geht weiter. Am Montag werden jedoch noch gezielt Abschaltungen vorgenommen.

HB ROM. Der für die landesweite Stromversorgung (GRTN) zuständige Leiter Andrea Bollino sagte Reuters am Montagvormittag in Rom, mit Einbruch der Dunkelheit sei die Stromversorgung im ganzen Land wiederhergestellt worden. Um eine Überlastung des Netzwerkes zu vermeiden, seien für Montag allerdings einige gezielte Abschaltungen geplant. Dies seien reine Vorsichtsmaßnahmen, sagte Bollino.

Insgesamt waren fast alle 57 Mill. Bürger des Landes von dem Stromausfall am Sonntag betroffen. Damit hatte dieser Zwischenfall in etwa die Dimensionen des Stromausfalls im August in den USA und Kanada. Allerdings waren die Folgen für die Wirtschaft nicht so gravierend, weil der Strom am arbeitsfreien Sonntag ausfiel. Das öffentliche Leben war dennoch weitgehend lahm gelegt. Tausende Reisende saßen in ihren Zügen fest, Flüge wurden gestrichen, die U-Bahnen fuhren nicht und viele Menschen mussten den Rest der Nacht zum Sonntag auf der Straße verbringen. Mindestens vier Todesfälle wurden mit dem Stromausfall in Verbindung gebracht.

Über die Ursache des Stromausfalls gab es widersprüchliche Äußerungen: Die italienischen Behörden machten den Ausfall von Leitungen in Frankreich und der Schweiz dafür verantwortlich. In diesen Ländern wurde eine Verantwortung für den Zwischenfall jedoch abgestritten. Auswirkungen auf das deutsche Stromnetz konnten nach Angaben des Stromkonzerns Vattenfall durch schnelles Gegensteuern verhindert werden.

Erst am vergangenen Mittwoch waren fünf Mill. Schweden und Dänen von Stromausfällen betroffen. Dort war es nach einem Problem in einem schwedischen Atomkraftwerk zu mehreren Fehlschaltungen in den Stromnetzen gekommen. Auch die britische Hauptstadt London stürzte vor kurzem in ein abendliches Verkehrschaos, als im Zentrum die Energieversorgung ausfiel. Im August war das veraltete Stromnetz Nordostamerikas zusammengebrochen und hatte dort unter anderem Teile Ostkanadas und die US-Metropole New York ins Dunkel getaucht.

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