"Wie eine erweiterte Achterbahn"
„Space-Ship-One kratzt nur am Weltall"

Das Raketenflugzeug „SpaceShipOne“ kann nach Darstellung des Raumfahrtexperten Claus Lippert vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) lediglich am Weltall kratzen.

HB KÖLN. „Das hat nichts damit zu tun, was wir als Raumfahrt sehen“, sagte Claus Lippert aus der Abteilung Raumtransportsysteme des DLR. Für einen Flug ins Weltall müssten Raumfahrzeuge mindestens zehn Mal so schnell sein wie das kleine Raketenflugzeug. „Dann bleiben sie auch oben.“

„SpaceShipOne“ flog am Montag als erstes privat finanziertes Raumflugzeug mit dreifacher Schallgeschwindigkeit Richtung Weltall. Für einen richtigen Flug ins Weltall brauche man aber mehr als ein „leichtes, kleines Flugzeug mit Raketenantrieb“. Es müsste nicht nur schneller, sondern auch viel schwerer sein als die knapp zwei Tonnen, die „SpaceShipOne“ wiegt: Rund 400 Tonnen bringe das kleinste Raumfahrzeug, das mehrere Passagiere aufnehmen kann, auf die Waage. Ein Space Shuttle wiege sogar zweieinhalbtausend Tonnen, aber „das ist ja auch ein richtiger Möbelwagen“, sagte Lippert.

Trotzdem sei die Unternehmung „anerkennenswert“, weil der Raumfahrt so wieder mehr Aufmerksamkeit geschenkt werde. In den Orbit werde man mit einer Konstruktion wie dem „SpaceShipOne“ zwar nie kommen, aber für Touristen sei es schon toll und „wie eine erweiterte Achterbahnfahrt“. Man könne sich „subjektiv als Raumfahrer fühlen“, sagte Lippert. Die Erde sehe man aus einer Höhe von hundert Kilometern schon gekrümmt und über und neben einem sei es schwarz, weil man schon außerhalb der Atmosphäre sei. Außerdem sei man eine kurze Zeit lang schwerelos.

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