Wie im Märchen
Millionenschatz im Atlantik geborgen

Nach der Bergung von Silber- und Goldmünzen im Millionenwert im Atlantik stellt sich die Frage aller Fragen: Wer darf den Schatz sein Eigen nennen? Sind es die US-Tiefseeforscher, die ihn aus dem Schiffswrack bargen? Oder handelt es sich tatsächlich um eine Galeone in spanischen Hoheitsgewässern?

HB MADRID. Das Kulturministerium in Madrid vermutet nach Presseberichten vom Montag, dass es sich um eine spanische Galeone handelt und das Land somit Anspruch auf den Fund haben könnte.

Möglicherweise sei das Wrack zudem in spanischen Hoheitsgewässern in der Straße von Gibraltar entdeckt worden. Die Polizei soll nun untersuchen, ob es sich um eine Plünderung spanischen Kulturbesitzes handelt. Es sei „verdächtig“, dass die US-Spezialfirma Odyssey Marine Exploration weder den genauen Fundort noch die Herkunft des Schiffes bekannt gegeben habe.

Der aus mehr als 500 000 Silber- und hunderten Goldmünzen bestehende Schatz ist nach Angaben des Unternehmens rund 370 Millionen Euro wert. Experten bezweifeln dies allerdings. Erst vor zwei Monaten hatte Odyssey Marine Exploration nach jahrelangen Verhandlungen von Madrid die Erlaubnis erhalten, im Auftrag Londons vor der Südküste Spaniens nach dem britischen Flaggschiff „HMS Sussex“ zu suchen, das 1694 in einem Sturm gesunken war. In dem Wrack soll sich der größte versunkene Schatz aller Zeiten befinden: Eine Million Pfund Sterling in Gold- und Silbermünzen im heutigen Wert von bis zu vier Milliarden Euro.

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