Wieder Ärger mit Überschallflugzeug
Schrecksekunde für Concorde-Passagiere

Erst gab es nach angaben von Passagieren einen lauten Knall, dann verlor das Überschallflugzeug über dem Atlantik dramatisch an Höhe und Geschwindigkeit - den 99 Passagieren an Bord des British-Airways-Fluges nach New York in einer Höhe von etwa 18 000 Metern mitten über dem Atlantik stockte der Atem. Doch die Überschallmaschine fing sich wieder, musste aber wegen einer Triebwerkstörung ihren Kurs ändern.

HB LONDON. Die Maschine wurde am Mittwochabend auf dem Flug von New York nach London umgeleitet und landete vorzeitig auf dem Flughafen von Cardiff (Wales).

Nach Darstellung von BA war vermutlich ein Zusatzschub in einem der vier Triebwerke Ursache für den Zwischenfall. Der Pilot der „Alpha Golf“ habe daraufhin aus Sicherheitsgründen auf Unterschallgeschwindigkeit umgeschaltet. Wegen des damit verbundenen höheren Treibstoffverbrauchs sei die Maschine dann in Cardiff an der Südwestküste Großbritanniens gelandet. Es habe sich aber nicht um eine „Notlandung“ gehandelt, betonte BA. Die Sicherheit der Passagiere sei zu keinem Zeitpunkt in Gefahr gewesen. Die Fluggäste wurden mit Bussen und Taxen nach London oder an andere Zielorte weiter transportiert.

Passagierin Mhairi Watson berichtete, die Maschine habe nach einem „lauten Knall“ sofort an Höhe und Geschwindigkeit verloren. „Ich war zu Tode erschreckt, es war ziemlich unheimlich“, sagte sie. Ihr Partner, John Crelly, ergänzte: „Wir verloren ganz plötzlich an Höhe. Die Crew packte schnell alles zusammen und sagte uns, der Pilot sei jetzt zu beschäftigt, um mit uns zu reden.“ „Es klang so, als seien wir in eine Steinmauer geflogen“, berichtete Patricia Ayearst aus New York.

Viele der Passagiere hatten einen der letzten Concorde-Flüge zu einem besonderen Anlass gebucht. „Wir wollten unseren Urlaub mit der fantastischen Erfahrung eines Concorde-Fluges abschließen“, sagte Crelly. Jetzt will er von BA eine Entschädigung verlangen.

British Airways hat noch fünf von sieben Concorde-Maschinen im im Flugeinsatz. Die Flotte soll am 24. Oktober ganz stillgelegt werden. Air France hatte ihre fünf Concorde-Maschinen schon in diesem Sommer aus dem Verkehr gezogen. Die Entscheidung war eine Folge des Absturzes einer Air-France-Concorde bei Paris im Juli 2000, bei dem 113 Menschen ums Leben kamen.

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