Wikileaks-Gründer
Assange betrachtet Sex-Vorwürfe als skandalös

Die gegen ihn von zwei Schwedinnen erhobenen Vorwürfe seien falsch, sagte Julian Assange erneut in einem Interview mit dem venezolanischen Fernsehen. Der Sex sei einvernehmlich gewesen. Er vermutet eine Verschwörung.
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LondonDer Wikileaks-Gründer Julian Assange hat sich in einem Fernsehinterview erneut gegen die von zwei Schwedinnen erhobenen Sex-Vorwürfe verwahrt. In einem Gespräch in der ecuadorianischen Botschaft in London sagte Assange, der Sex mit den Frauen während seines Schweden-Aufenthalts vor zwei Jahren sei einvernehmlich gewesen. Eine der Frauen hatte dem Australier später Vergewaltigung, die andere sexuelle Belästigung vorgeworfen. Die schwedischen Behörden haben Assanges Auslieferung beantragt, um ihn deshalb zu befragen.

In dem am Donnerstag vom venezolanischen Sender Telesur ausgestrahlten Interview lehnte Assange es ab, auf Einzelheiten der Vorwürfe einzugehen. „Es ist wie mit einem Schwein zu kämpfen", sagte der 41-Jährige. Man wisse, dass man anschließend mit Schlamm beschmutzt sei, es profitiere nur derjenige, der mit Schmutz werfe. „Wenn man reagiert, gerät man in eine Situation, die damit endet, dass man den gegen die eigene Person erhobenen skandalösen Vorwürfen Legitimität verleiht."

Assange und seine Unterstützer vertreten die Auffassung, die schwedischen Vorwürfe seien Teil einer von Washington konstruierten Verschwörung, um ihn in den USA wegen der Wikileaks-Veröffentlichungen vor Gericht zu stellen.

„Ich bin als eine von den USA und ihren Verbündeten politisch verfolgte Person eingestuft. Das ist Fakt", sagte der 41-Jährige. Aus diesem Grund habe ihm die ecuadorianische Regierung Asyl gewährt. Assange hatte sich vor zwei Monaten in die Botschaft des südamerikanischen Landes geflüchtet. Großbritannien hält an seinen Plänen fest, den Australier an Stockholm auszuliefern.

Agentur
dapd 
DAPD Deutscher Auslands-Depeschendienst GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Wikileaks-Gründer : Assange betrachtet Sex-Vorwürfe als skandalös"

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  • Weil er einvernehmlich mit zwei Frauen, aber ohne Kondom mit ihne Sex hatte, soll er eine Vergewaltigung begangen haben. Das ist subtil und einfach lächerlich.

  • Sollen sie ihn doch mit dem Hubschrauber aus der Equadorianischen Botschaft in London vom Balkon abholen, hochseilen und ausfliegen. Ganz einfach. Es würde dem überzüchteten britischen Imperialgehabe richtig heilend-ernüchternd gut tun!

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