Wikileaks-Gründer
Juristischer Kniff soll Auslieferung Assanges verhindern

Nächstes Kapitel im scheinbar endlosen Fall Assange: Die Anwälte des Wikileaks-Gründers haben erneut Einspruch gegen dessen Auslieferung nach Schweden eingelegt – und mit einem juristischen Trick Zeit gewonnen.
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LondonWikileaks-Gründer Julian Assange versucht mit einem weiteren juristischen Schritt gegen seine Auslieferung von Großbritannien nach Schweden vorzugehen. Seine Anwälte legten am Dienstagabend fristgerecht Berufung gegen ein Urteil des höchsten britischen Gerichtes ein, wie eine Sprecherin des Supreme Court in London am Mittwoch bestätigte.

Sie beantragen, den Fall wieder aufzurollen. Eigentlich hätte Assange dem Urteil von Ende Mai zufolge vom 13. Juni an nach Schweden ausgeliefert werden können. Jetzt haben seine Anwälte erneut Zeit gewonnen.

Das Gericht werde sich die Forderungen von Assanges Anwälten so schnell wie möglich ansehen und entscheiden, ob die Beschwerde angenommen werde. Einen Zeitrahmen dafür gebe es nicht, erklärte die Sprecherin.

Assanges Anwältin war am Mittwoch zunächst nicht zu erreichen. Sollte er in London scheitern, bleibt dem Australier zudem die Möglichkeit, vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte nach Straßburg zu ziehen.

Das Verfahren um die Auslieferung Assanges läuft seit rund 18 Monaten. In Schweden soll der 40-Jährige zu Vorwürfen der Vergewaltigung und sexuellen Nötigung befragt werden, eine Anklage gibt es nicht. Der Fall war bereits durch mehrere Instanzen gegangen. Der Supreme Court hatte Ende Mai entschieden, der schwedische Haftbefehl sei rechtens, Assange könne ausgeliefert werden.

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Anwälte diskutieren Zulässigkeit des Haftbefehls

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