Wild-West-Schießerei in Marseille
Gangster feuern mit Kalaschnikows auf Polizei

In Frankreichs Hafenstadt Marseille eskaliert die kriminelle Gewalt: In Wildwest-Manier überfielen Ganoven innerhalb weniger Stunden zwei Geschäfte. Es kam zur Schießerei mit Verletzten und Toten.
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ParisIm Großraum Marseille fliegen zurzeit die Kugeln tief: Bei einer Schießerei in der Nacht zum Montag hat eine Einbrecherbande mit einer Kalaschnikow auf Polizisten gefeuert und einen 37 Jahre alten Beamten lebensgefährlich verletzt. Zudem kam einer der Verbrecher ums Leben. Einer seiner Komplizen habe ihn nach ersten Ermittlungen versehentlich in den Kopf getroffen, berichteten die Behörden. Die Polizei gab an, keine Schüsse abgegeben zu haben.

Nur wenige Stunden später gab es in Marseille eine weitere Schießerei, bei der zwei Ganoven von der Polizei schwer verletzt wurden. Sie hatten zuvor einen Baumarkt überfallen. Einer der Gangster starb wenig später an seinen Verletzungen, wie die Polizei mitteilte. Auch in diesem Fall benutzten die Täter automatische militärische Sturmgewehre vom Typ AK-47 „Kalaschnikow“.

Zu der ersten Schießerei war es am Montagmorgen gegen 2.30 Uhr in der Stadt Vitrolles bei Marseille gekommen. Die Polizei stoppte das Fluchtauto der Einbrecher mit einer Nagelsperre. Die Täter eröffneten das Feuer und flüchteten. Ihren getöteten Begleiter ließen sie zurück. Bei den vier Tätern handelt es sich vermutlich um Mitglieder der sogenannten Winkelschleifer-Gang. Sie wird verdächtigt, in der Region für zahlreiche Einbrüche verantwortlich zu sein - und dabei das elektrische Schleifgerät zu benutzen. Das Todesopfer hatte bereits mehr als 40 Mal Ärger mit der Polizei.

In Frankreich machen in der letzten Zeit häufig brutale Überfälle Schlagzeilen. Die Täter schossen dabei ebenfalls mehrfach mit Schnellfeuergewehren um sich. Erst am Samstag töteten Gangster in Cannes einen Juwelier.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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