Wilderei in Südafrika
Trauriger Rekord bei illegaler Nashorn-Jagd

Die illegale Nashorn-Jagd in Südafrika verzeichnet in diesem Jahr einen traurigem Rekord: Mindestens 405 Nashörner sind nach Auskunft der Nationalparks bisher getötet worden. Drei Arten gelten dadurch als akut bedroht.
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JohannesburgMindestens 405 Nashörner sind in diesem Jahr in Südafrika von Wilderern erlegt worden. Damit ist die illegale Jagd auf einem Rekordhoch, teilte das Amt für Nationalparks am Dienstag mit. Auch nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation World Wide Fund For Nature (WWF) hat die Wilderei ein so erschreckendes Ausmaß erreicht wie in den 1970er Jahren. Die Tiere werden wegen ihrer Hörner getötet, denen vor allem in Südostasien Heilkraft zugeschrieben wird.

In 2010 wurden nach Berechnungen der afrikanischen Behörden mindestens 333 Nashörner getötet, also rund ein Fünftel weniger als in diesem Jahr. Bereits in den Jahren 2007 bis 2010 habe sich die Wilderei bei Nashörnern in Südafrika verdreifacht.

Zurzeit gibt es in Südafrika nach offiziellen Angaben rund 18.800 Breitmaul- und 2200 Spitzmaulnashörner. Nirgendwo leben noch so viele dieser Tiere. Nashörner pflanzen sich aber viel zu langsam fort, um den enormen Schwund durch Abschüsse ausgleichen zu können. Drei der fünf Nashornarten sind nach WWF-Angaben schon stark bedroht. Sollte die Wildereikrise anhalten, sieht die Umweltschutzorganisation die Erfolge beim Artenschutz im südlichen Afrika in Gefahr. Im Kampf gegen die organisierte Kriminalität beim Schmuggel und Verkauf von Nashorn-Hörnern setzt Südafrika mittlerweile auch auf das Militär.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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