Wildmoser bestreitet Untreue-Vorwurf in Stadion-Affäre=
Wildmoser jr. hält sich nicht für korrupt

Im Schmiergeldprozess um den Bau der neuen Münchener Fußball-Arena hat die Verteidigung des ehemaligen Stadionchefs Karl-Heinz Wildmoser jr. die Anklagevorwürfe zurückgewiesen.

HB MÜNCHEN. Gleichzeitig entschuldigte sich der Sohn des gleichnamigen, langjährigen Präsidenten des Fußball-Traditions-Clubs TSV 1860 München bei seinem Vater, der im Zusammenhang mit der Affäre zeitweise auch in Haft saß.

Zum Prozessauftakt am Dienstag sagte Verteidiger Wolf-Rüdiger Bub vor dem Landgericht München I, die Vorwürfe der Bestechlichkeit und der besonders schweren Untreue seien nicht gedeckt. Bei den millionenschweren Zahlungen handele es sich nicht um Schmiergeld, sondern um zulässige Provisionen.

Die Staatsanwaltschaft beschuldigt Wildmoser jr., vom Baukonzern Alpine 2,8 Millionen Euro Schmiergeld für Insider-Informationen kassiert zu haben. Im Gegenzug soll er als Stadiongeschäftsführer bei der Ausschreibung für den Bau der 286 Millionen Euro teuren Allianz-Fußballarena die österreichische Baugruppe über geheime Details des Projekts und Angebote der Konkurrenz informiert haben. Die dafür vereinbarte „Provisionssumme“ sei in das Angebot der Alpine eingerechnet gewesen, sagte Staatsanwältin Evelyn Schönstein-Herrn. Die Anklage wirft Wildmoser jr. ferner Steuerhinterziehung vor.

Der Angeklagte Wildmoser jr. beteuerte seine Unschuld. Er habe die Geldtransfers für rechtens gehalten. Zur Anklage sagte der 40-Jährige: „Mich ärgert dieser Vorwurf, weil das einfach nicht stimmt.“ Die von ihm erteilten Informationen über Einsparmöglichkeiten etwa beim Stadiondach oder bei der Fassade seien nicht geheim gewesen. „Die haben das alles schon gewusst“, sagte Wildmoser jr. mit Blick auf die Verhandlungen mit Alpine.

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