Winterwetter
Drei Menschen sterben bei Unfällen auf spiegelglatten Straßen

Die Nachwehen des Winterchaos der vergangenen Tage sind in der Nacht zum Freitag auf Straßen und im Luftverkehr deutlich zu spüren gewesen. Bundesweit kämpften die Autofahrer mit dem hohen Schnee auf den Straßen und mussten einige Rutschpartien durchmachen. Nach Unfällen auf eisglatten Fahrbahnen starben drei Menschen.
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HB BERLIN. Der Winter hat Deutschland auch bei nachlassenden Schneefällen weiter fest im Griff. An den Alpen seien innerhalb von zwölf Stunden immer noch zehn Zentimeter Neuschnee möglich, teilte der Deutsche Wetterdienst in Offenbach am Freitagmorgen mit. Vor allem in höheren Lagen können Sturmböen von 60 bis 80 Kilometer pro Stunde zu Schneeverwehungen führen. Die Meteorologen warnen Autofahrer besonders vor Blitzeis, das in kürzester Zeit Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandelt.

Und auch der Luftverkehr war wieder stark beeinträchtigt. In Frankfurt am Main und am Flughafen Berlin-Schönefeld mussten insgesamt etwa 60 Flüge abgesagt werden.

Chaos herrschte weiter in Sachsen-Anhalt. Winterwetter mit Eisregen, Schneefall und Schneeverwehungen führten dort am Donnerstag zu 426 Verkehrsunfällen, wie die Polizei mitteilte. Dabei wurden zwei Personen getötet und 36 verletzt. Durch Schneeverwehungen, örtlich bis zu anderthalb Meter Höhe, kam es zu stundenlangen Sperrungen und Staus durch liegen gebliebene Fahrzeuge. Besonders betroffen waren die Landkreise Harz, Börde, Salzland, Stendal und Mansfeld-Südharz sowie der Saale- und Burgenlandkreis. Polizei, Rettungskräfte und das Technische Hilfswerk waren im Einsatz, um Fahrzeuge zu bergen und Kraftfahrer zu versorgen.

Schnee- und Eisglätte führten in der Nacht zum Freitag auf der rheinland-pfälzischen Autobahn 3 bei Montabaur zu erheblichen Behinderungen. Betroffen waren insbesondere die Abschnitte zwischen Diez und Montabaur in Fahrtrichtung Köln sowie zwischen der Anschlussstelle Ransbach-Baumbach und der Raststätte Heiligenroth in Richtung Frankfurt. Dort staute sich der Verkehr auf eisglatter Fahrbahn zeitweise bis zu 14 Kilometer. Staus gab es auch auf der Autobahn 48 zwischen Bendorf und dem Dreieck Dernbach. Am frühen Morgen entspannte sich die Situation jedoch rechtzeitig zum Berufsverkehr, wie die Polizei mitteilte.

Beruhigt hat sich auch die Lage in Nordrhein-Westfalen. Allerdings kam es dort seit Donnerstagmittag bis zum frühen Freitagmorgen noch zu 359 Wetter-Unfällen mit vier Schwer- und 21 Leichtverletzten. Es entstand ein Schaden von rund einer dreiviertel Million Euro. 135 Mal war die Polizei darüber hinaus unterwegs, um Gefahrenstellen zu beseitigen und liegen gebliebenen Autofahrern Hilfe zu leisten.

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