Wirbelsturm
Experten rechnen mit Schäden in Milliardenhöhe

Hurrikan „Irene“ hat die US-Ostküste erreicht. Der Sturm wird schwächer, ist aber noch so groß wie Europa. Versicherungsexperten warnen vor gewaltigen Schäden für die US-Wirtschaft, nennen schwindelerregende Summen.
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Washington/New YorkDer riesige Hurrikan „Irene“ ist am Samstag an der US-Ostküste auf Land getroffen. Das Auge des Wirbelsturms erreichte nahe Cape Lookout im Bundesstaat North Carolina die Küste, wie das US-Hurrikanzentrum in Miami meldete. „Irene“ war kurz zuvor zu einem Hurrikan der Kategorie 1 heruntergestuft worden. Der wegen seiner riesigen Ausmaße in US-Medien als „Mammut-Hurrikan“ bezeichnete Sturm bleibe höchst gefährlich, betonen Experten. Meteorologen maßen Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern.

Vor allem North Carolina war bereits in der Nacht zum Samstag von heftigen Regengüssen und Sturmböen heimgesucht worden. Straßen wurden vielerorts überflutet, zehntausende Menschen waren ohne Strom, wie der US-Fernsehsender CNN meldete. Auf einer Insel vor der Küste wurden zeitweise Windgeschwindigkeiten von 180 Stundenkilometern gemessen. Alleine in North Carolina suchten den Angaben zufolge tausende Menschen Schutz in Notunterkünften. In rund 20 Landkreisen waren die Einwohner zum Verlassen der Gefahrenzone aufgefordert worden.

Der Sturm wird nun im Laufe des Samstag an der Atlantikküste Richtung Norden ziehen und mit Ausläufern auch die Hauptstadt Washington streifen. Dort wurde ebenfalls der Notstand ausgerufen, die Behörden verteilten tausende Sandsäcke an die Menschen. Am Sonntag schließlich wird der Wirbelsturm in New York erwartet.

Dort sollte vorsorglich der komplette öffentliche Nahverkehr eingestellt werden, Evakuierungen begannen, viele Flüge wurden gestrichen. In North Carolina kündigte starker Regen das Unwetter an. Das Hurrikanzentrum in Miami stufte „Irene“ von Kategorie zwei auf 1 herunter. Entwarnung gab es aber nicht: Das gesamte Sturmgebiet, das nach Angaben des US-Senders CNN etwa so groß wie Europa ist, bleibe extrem gefährlich, warnten die Experten.

Es sei eine Flutwelle zu befürchten, die in Küstengegenden Strände wegschwemmen und Häuser, Geschäfte sowie andere Infrastrukturen beschädigen könne, warnte der Direktor des Hurrikanzentrums, Bill Read. „Außerdem wird es große, zerstörerische und lebensgefährliche Wellen geben.“

Für New York, wo „Irene“ am Sonntag erwartet wird, gaben die Behörden eine Hurrikanwarnung heraus. Bürgermeister Michael Bloomberg ordnete die Evakuierung tieferliegender Gegenden an - nach seinen Worten hat es so etwas nie zuvor in der Geschichte der Millionen-Metropole gegeben. Davon seien rund 250.000 Menschen betroffen. „Man muss nur auf die Wetterkarten schauen, und man versteht, wie groß und einzigartig dieser Sturm ist.“

Kommentare zu " Wirbelsturm: Experten rechnen mit Schäden in Milliardenhöhe"

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  • @ zoon, nicht vergessen, es handelt sich um Amerika - nicht Deutschland, wo fremd-aussehende Immigranten durch malerische Innenstädte gejagt werden, ihre Häuser abgefackelt werden ... und Zugfahrer ungestraft diskriminierende Kommentare zur Erheiterung der anderen Fahrgäste durchsagen dürfen.

  • Vergessen wir das nicht: Hurricane sind Sozialisten, was schreibe ich: Kommunisten und Einwanderungsfreunde.

    Mit sowas macht man doch am besten kurzen Prozeß.

  • Das ist natürlich Analystenscheiße par exellence.
    Ersteinmal: Irene ist noch nicht in New York (07:49 EST).
    Zum Anderen bereitet Hysterie nicht vor, sondern verschlimmert das alles lediglich unnötig, sollte es so kommen wie befürchtet wird.

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