Wirbelsturm in Asien

China rüstet sich gegen Taifun „Talim“

Mit heftigen Windböen und starken Regenfällen hat „Talim“ zunächst in Japan gewütet. Doch erst auf dem chinesischen Festland könnte der Wirbelsturm seine volle Wucht entfalten. Zehntausende wurden bereits evakuiert.
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Eine riesige Welle bricht sich an der Küste von Wenling in der Provinz Zhejiang (China). Der Taifun Talim nimmt Kurs auf den Ort. Quelle: dpa
Taifun in China

Eine riesige Welle bricht sich an der Küste von Wenling in der Provinz Zhejiang (China). Der Taifun Talim nimmt Kurs auf den Ort.

(Foto: dpa)

Peking/TokioZehntausende Menschen sind in China bei Evakuierungen in Sicherheit gebracht worden, während sich die Ostküste des Landes am Mittwoch für den Taifun „Talim“ rüstete. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua berichtete, wurden allein in der Provinz Fujian 120.000 Menschen in Sicherheit gebracht.

Behörden riefen die zweithöchste Taifunwarnung aus und warnten vor starken Regenfällen, hohen Wellen und Windgeschwindigkeiten von 180 bis 200 Kilometern pro Stunde.

Was Hurrikan Irma alles zerstört hat
Inselkette unter Wasser
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Zuerst überzogen massive Sturmfluten die Inselkette Florida Keys, bevor mit das Auge des Hurikan Winde mit Geschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern brachte. In Key Largo steht das Urlaubsgelände "Gilbert's Resort" komplett unter Wasser. Im 145 Kilometer entfernten Key West warnten die Behörden am Dienstag vor einer zu schnellen Rückkehr. Es gäbe weder Strom noch Wasser, und die Hauptverkehrsstraße sei teilweise zerstört, erklärte der Bürgermeister.

Florida Keys zu großen Teilen zerstört
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Die Inselgruppe fiel dem Wirbelsturm nahezu ungeschützt zum Opfer. Mit einer Gesamtlänge von über 290 Kilometern liegt sie vor der Ostküste im Atlantischen Ozean. Sie hat die ungebremste Wucht des Wirbelsturms erlebt. Viele der Strandhäuser wurden stark beschädigt. Die Inselkette hat rund 70.000 Einwohner.

Ausnahmezustand
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Der Sturm hat Bäume entwurzelt und zahlreiche Menschen obdachlos gemacht. Auf Saint Martin hat "Irma" eine Schneise der Zerstörung hinterlassen., die Infrastruktur ist stark beschädigt. 170.000 Haushalte haben seit Sonntag keine Stromzufuhr. An ein normales Leben ist hier zur Zeit nicht zu denken. Auch deshalb sollten Bewohner noch warten, bevor sie in ihre Städte zurückkehren. Am Sonntag traf der Hurrikan mit Stärke 4 die vorgelagerte Inselgruppe auf Höhe der Insel Marathon.

Segelboote auf dem Land
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Aber auch auf dem Festland sieht es nicht besser aus. Wo das Wasser bereits abgezogen ist, kommt ein Bild der Zerstörung zum Vorschein. Boote und Yachten wurden in die Städte gespült, so wie hier in Coconut Grove im Süden von Miami. Dabei haben sie teilweise Häuser zerstört.

Geisterstädte nach Evakuierung
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Besonders schwer traf es die Hausboote, die ungeschützt vor der Küste lagen. Mehr als fünf Millionen Menschen waren von dem Mega-Sturm betroffen. In Florida wurden die meisten von ihnen evakuiert.

Erste Aufräumarbeiten
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Seit Montag werden die Stromleitungen nach und nach repariert, wie hier auf einer Straße in St. Petersburg in Florida. Die Aufräumarbeiten laufen langsam an.

Collier County
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In Collier County steht in manchen Gegenden kein einziges Haus mehr.

Bereits am Mittwoch hatte „Talim“ in Japan gewütet. Auf der Insel Miyako wurden Stromleitungen von entwurzelten Bäumen gekappt, wie lokale Medien berichteten. Mehr als 16 000 Haushalte auf den Inseln waren zeitweise ohne Strom. Rund 90 Flüge und 300 Fährverbindungen fielen aus.

Derweil näherte sich am Mittwoch der chinesischen Südküste ein zweiter Wirbelsturm. Ob „Doksuri“ aber auf Land trifft, oder an China vorbeizieht, war laut Vorhersage noch unklar.

  • dpa
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