Aus aller Welt

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Wirbelsturm: „Sandy“ bringt Tod und Verwüstung

Tote, Überschwemmungen, Stromausfälle: Der Wirbelsturm „Sandy“ ist mit voller Wucht über die US-Ostküste hinweggefegt. Heftig wütete er auch in New York, ganze Viertel liefen voll. Ein Sturm-Bericht.

New YorkEs war um kurz vor zehn Uhr am Abend, als sich Bürgermeister Michael Bloomberg mit einem dringenden Appell an die New Yorker wandte. „Bitte, bitte rufen Sie nicht den Notruf 911, es sei denn, es geht um eine lebensbedrohliche Situation“, sagte Bloomberg auf einer spontan einberufenen Pressekonferenz. „Sie riskieren das Leben anderer Leute, wenn Sie die Leitung blockieren.“ Zu dieser Zeit gingen rund 10.000 Anrufe je halbe Stunde bei der zentralen Leitstelle ein. Normal sind 1.000.

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Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr waren am Montagabend (Ortszeit) im Dauereinsatz. Mit Windböen von bis zu 130 Stundenkilometern, Starkregen und einer bis zu vier Meter hohen Flutwelle hatte der Wirbelsturm „Sandy“ am Abend die 8,5-Millionen-Metropole heimgesucht. „Es ist ein Sturm, wie er nur einmal in langer Zeit vorkommt“, sagte Bürgermeister Bloomberg.

Folgen des Hurrikans Wall Street bleibt auch am Dienstag geschlossen

Der Handel an der New York Stock Exchange soll auch am Dienstag ausgesetzt werden. Wegen des Hurrikans „Sandy“ gilt der wichtige Handelsplatz als überflutungsgefährdet. Auch die Versicherer rechnen mit Milliardenkosten.

Folgen des Hurrikans: Wall Street bleibt auch am Dienstag geschlossen

Das Auge des Hurrikans war gegen 20 Uhr nahe der Casino-Stadt Atlantic City an der Küste New Jerseys mit voller Wucht auf Land getroffen. Zuvor hatte sich „Sandy“ über dem Atlantik mit einem Wintersturm verbunden und zu einem Monstersturm verstärkt. Der „Frankenstorm“, wie ihn Meteorologen nennen, verwüstete am Montag weite Teile der US-Ostküste. In vielen Städten waren Straßen überflutet und Bäume umgeknickt, laut CNN waren 6,5 Millionen Menschen in „Sandys“ Einzugsgebiet von North Carolina über Washington D.C. bis Maine waren am Abend zumindest zeitweilig ohne Elektrizität. Es gab mindestens 14 Tote in den USA und Kanada.

Tödlicher Hurrikan So richtete „Sandy“ die US-Ostküste zu

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In Erwartung von „Sandy“ war in New York, rund 200 Kilometer nordöstlich von Atlantic City, bereits am Morgen das öffentliche Leben zum Erliegen gekommen. Sämtliche U-Bahnen, Züge und Busse waren stillgelegt worden, Schulen, Ämter und die meisten Restaurants hatten geschlossen. Tausende New Yorker aus tief gelegenen Stadtvierteln hatten sich in Notunterkünfte geflüchtet. Zurecht, wie sich zeigte. Am Abend stand das Wasser Medienberichten zufolge 1,20 Meter hoch in U-Bahn- und Straßentunneln. Der Battery-Tunnel, Nordamerikas längster Straßentunnel, lief ebenfalls voll Wasser. Im New Yorker Stadtteil Queens brach ein Feuer aus, das mindestens zwei Dutzend Häuser vernichtete.

Das erste Anzeichen, mit welcher Wucht „Sandy“ am Abend einschlagen würde, zeigte sich am Nachmittag nahe des Central Parks. Dort knickte der Sturm an der Baustelle eines Wolkenkratzers einen fast 70 Meter hohen Kran um, der noch in der Nacht dort oben baumelte. Die Polizei sperrte die gesamte Gegend und evakuierte umliegende Wohnhäuser und Hotels. Ebenfalls am Nachmittag stürzte im Stadtteil Chelsea die komplette Fassade eines fünfstöckigen Wohnhauses ein. Verletzt wurde niemand.

  • 30.10.2012, 19:15 UhrElli

    Die Anzahl der Kommentare und die zum Teil menschenverachtenden Kommentare sind Gott sei Dank weder repräsentativ noch auf Grund der geringen Gesamtzahl überhaupt zu berücksichtigen. Der Sturm hat viele Menschenleben gekostet und wird viele Menschen an den Rand eines Ruins bringen. Es ist egal, wo so etwas passiert: wer dafür kein Mitgefühl hat, sollte vielleicht erstmal über sich selbst nachdenken. Mit sinnlosen Kommentaren macht man die Welt nicht besser...

  • 30.10.2012, 18:00 Uhrgrauh94977

    Also jetzt kommen die "Gruenen" und Oberlehrer der Nation ,die wie Hr Jauch immer alles wissen.
    Wer einmal einen richtigen Sturm mitgemacht hat ,redet nicht mehr so wie in dieser Kommentarliste manche tun.
    Zur Kenntnis
    Manche Landstriche an der Kueste liegen nur wenige Meter ueber NN.
    Wie sollen sie diese schuetzen?
    Mit Deichen,da koennen sie schon in der Chesapeakbay tausende Kilometer aufschuetten.
    Die Infrastruktur geht bei einem so wenig besiedelten Gebiet nur ueber HS Oberleitungen.
    Kabel kann keiner bezahlen.
    Was die Bewohner und wir in Zukunft tun ,wissen wir noch nicht.
    Eines wissen wir aber bestimmt.
    Ist ein Nachbar in Not ,so bekommt er Hilfe und kein duemmliches Geschwaetz von Besserwissern.
    Soviel aus den USofA.

  • 30.10.2012, 11:36 UhrTaxpayer

    Ich verstehe diese ganze Diskussion nicht:
    Sandy ist ein ganz normaler Sturm, von seiner Stärke her nichts besonderes. Und hat deshalb nichts mit Global warming zu tun, egal ob man daran glaubt oder nicht.
    Er zeigt uns aber (wieder mal), wie marode die Infrastruktur der USA ist. Während in Deutschland Sicherheitsmaßnahmen getroffen werden, die für "Jahrhundertereignisse" ausreichend sein sollen ist für die USA ein immer wiederkehrendes Ereignis schon eine Katastrophe. Die USA sind auf dem Gebiet der Vorsorge - auch dank vieler Steuersenkungen - auf dem Niveau der Dritten Welt (wobe da einige dieser Länder diese Behauptung als beleidigend zurückweisen können).
    Was man an Sandy also in erster Linie sieht ist, was niedrige Steuern und niedrige allgemeine Kosten (Strom!) auf Dauer für negative Folgen haben können.

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