Wirbelsturm
Taifun „Nesat“ fegt über Südchina hinweg

Auf den Philippinen hat der Sturm eine Spur der Verwüstung zurückgelassen und mindestens 35 Menschen in den Tod gerissen. Jetzt erreicht Taifun „Nesat“ den Süden Chinas. Schulen wurden geschlossen und Flüge abgesagt.
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HongkongDer Taifun „Nesat“ hat den Süden Chinas erreicht. Zuvor hatte der Sturm auf den Philippinen mindestens 35 Menschen das Leben gekostet und eine Spur der Verwüstung zurückgelassen. „Nesat“ traf gegen 14.30 Uhr (Ortszeit) am Donnerstag an der östlichen Spitze der chinesischen Insel Hainan auf Land, wie die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua meldete. Die Behörden schlossen Schulen, setzten Fährdienste aus und beorderten Fischerboote in die Häfen zurück. Laut Xinhua wurden auf den zwei Flughafen auf Hainan rund 67 Flüge abgesagt.

„Nesat“ ist bereits der 17. Taifun und vermutlich der stärkste, der die Insel Hainan in diesem Jahr trifft. Der Sturm war zuvor an Hongkong vorbeigezogen, wo der Handel an der Börse ausgesetzt wurde und Geschäfte sowie Unternehmen vorsorglich geschlossen blieben. Über große Schäden war nichts bekannt. Allerdings wurden zwei Menschen verletzt, als ein aus Bambus hergestelltes Baugerüst vom Wind umgeworfen wurde und auf ein Taxi stürzte.

Wie der örtliche Sender RTHK berichtete, wurde ein Mann von einem umstürzenden Baum verletzt. Ein Schleppkahn habe sich in der stürmischen See von seinem Ankerplatz gelöst und sei gegen einen Uferdamm auf Hongkong Island geprallt, hieß es in Medienberichten. Dadurch hätten nahegelegene Wohnungen evakuiert werden müssen. Am Flughafen von Hongkong hatten 245 Flüge Verspätung, 20 weitere wurden abgesagt und 22 an andere Flughäfen umgeleitet. Der Sturm näherte sich Hongkong am Morgen bis auf 350 Kilometer, bis er weiter zog, wie das Hongkonger Observatorium mitteilte.

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500.000 Menschen im Norden der Philippinen betroffen

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