Wirbelsturm „Stan“
Mittelamerika noch bis Sonntag vom Unwetter bedroht

In den Wassermassen, die der ehemaligen Hurrikan „Stan“ mit sich gebracht hat, sind bisher mehr als 235 Menschen ums Leben gekommen. Am schwersten betroffen war Guatemala. Inzwischen hat sich „Stan“ zwar deutlich abgeschwächt, doch sollen die starken Regenfälle in der Region noch die ganze Woche anhalten.

HB GUATEMALA-STADT. Allein in Guatemala forderte das Unwetter mehr als 140 Menschenleben. Eine einzige Schlammlawine tötete mindestens 56 Menschen. Besonders schwere Verwüstungen richtete „Stan“ in der Umgebung des Atitlan-Sees an, einem von Vulkanen und Maya-Siedlungen umgebenen Touristenziel rund 100 Kilometer westlich von Guatemala-Stadt. Über 24 000 Menschen verloren in dem mittelamerikanischen Land ihr Obdach und wurden in Notunterkünften untergebracht.

Auch in den anderen Ländern Mittelamerikas spitzt sich die Lage angesichts der Regenfälle weiter zu. In El Salvador starben bisher mindestens 65, in Mexiko 13, in Nicaragua zehn und in Honduras vier. Es sei aber mit noch mehr Opfern zu rechnen, hieß es.

„Stan“ hatte in der Region für heftige Regenfälle gesorgt und massive Überschwemmungen sowie Erdrutsche ausgelöst. Er war am Dienstag mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 128 Kilometern pro Stunde auf die mexikanische Golf-Küste getroffen, hatte zu diesem Zeitpunkt aber noch relativ wenig Schaden angerichtet. Die Erdrutsche setzten erst ein, nachdem viele Flüsse übergelaufen waren. Die braunen Schlammfluten rissen Häuser, Bäume und Brücken mit.

Die Meteorologen sagen weiter starken Regen bis Sonntag voraus.

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