Wirbelsturm zieht über Florida hinweg und fordert vier Todesopfer
Hurrikan Jeanne richtet Milliardenschäden an

Bis zu acht Milliarden Dollar könnte Hurrikan Jeanne die Versicherungen kosten. Am Sonntag zog der Wirbelsturm über Florida hinweg und setzte das zerstörerische Werk seiner drei Vorgänger fort. Vier Menschen starben.

HB MIAMI. Das Unternehmen Risk Management Solutions schätzt die über Versicherungspolicen gedeckten Schäden durch den Hurrikan auf vier bis acht Milliarden Dollar. Jeanne ist nach Charley, Frances und Ivan bereits der vierte Hurrikan innerhalb von nur sechs Wochen, der den US-Bundesstaat heimsuchte. Insgesamt könnten die Schäden durch die Wirbelstürme mehr als 25 Milliarden Dollar betragen, sagen Versicherungsexperten.

Die Serie der Hurrikans hat nach Angaben der US-Behörde für Katastrophenmanagement zur größten Hilfsaktion in der amerikanischen Geschichte geführt - auch größer noch als nach den Anschlägen vom 11. September 2001. Gouverneur Jeb Bush versprach den Betroffenen am Sonntag rasche Versorgung vor allem mit frischem Wasser und Eis, an dem es nach massiven Stromausfällen in der Hitze Floridas besonders mangelt.

Nach Medienberichten töte Jeanne in Florida mindestens vier Einwohner. Ein Mann starb infolge eines Stromschlags durch eine herunter gerissene Leitung, zwei Menschen wurden in ihrem Fahrzeug in einen See gerissen und ertranken. Ein Autofahrer kam ums Leben, als sein Fahrzeug im Sturm umstürzte. In Haiti hatte der Hurrikan zuvor 1 300 Menschenleben gefordert.

Der Hurrikan hatte in der Nacht zum Sonntag die Ostküste Floridas im Gebiet von Stuart rund 55 Kilometer nördlich von West Palm Beach erreicht. Das ist fast genau dieselbe Region, die vor drei Wochen von Hurrikan Frances getroffen worden war. Danach wirbelte die im Laufe des Sonntag zum tropischen Sturm abgeschwächte Jeanne nordwestwärts durch den Staat in Richtung Tampa-Bucht und Floridas „Panhandle“. Das ist ein breiter Küstenstreifen am Golf von Mexiko. Der Hurrikan verließ in der Nacht zum Montag Florida, um Kurs auf die Staaten Georgia und South sowie North Carolina zu nehmen.

Jeanne deckte auf ihrem Weg Dächer ab, entwurzelte Bäume und brachte Strommasten zum Umstürzen. 1,5 Millionen Menschen waren am Sonntag ohne Strom, andere Quellen sprechen sogar von vier Millionen. Nach sintflutartigen Regenfällen standen weite Gebiete unter Wasser. Sandstrände wurden weggespült. Katastrophenschutz-Koordinator Mike DeLorenzo sagte allerdings, Jeanne habe nicht so schlimm wie Vorgänger Ivan gewütet. „Wir haben nicht die Situation, wie bei Ivan, als ganze Strukturen zusammenbrachen.“

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