Dass draußen trotz lichtempfindlicher Laptopbildschirme und gelegentlicher Verbin-dungsschwächen gern gearbeitet wird und dies ein wachsender Geschäftszweig zu werden verspricht, lässt sich neuerdings in der römischen Villa Borghese zwischen den Büsten großer Gelehrter und Philosophen beobachten. Filippo hat dort seit Jahren gleich am Eingang seinen Kiosk und bietet neben Eis, kühlen Getränken, Espresso und Pizza jetzt auch an, Handys aufzuladen oder Kniekissen für Laptops auszuleihen. Noch gibt es keinen Preis für die Dienstleistung („Je nach Leihzeit zwischen 50 Cent und 1,50 Euro“, sagt er), aber es dürfte nur eine Frage der Nachfrage sein.
Ein gutes Geschäft ist der neue Trend zum Outdoorbüro auf jeden Fall für die in Hamburg gegründete PC-Feuerwehr, zu der – per Franchise – inzwischen 33 deutsche Städte gehören. Jüngstes Mitglied ist Köln, wo Ahmet Mor seit drei Wochen Leistungsstörungen oder sonstige Pannen im Grünen behebt und dafür sorgt, dass bei seinen Kunden nichts auf dem Freiluftschreibtisch liegen bleibt: Die Computerexperten helfen Notleidenden allerorten unter der zentralen Hotline 0800-2 112 112. Eine solche Zwangspause ließe sich prima zum Eincremen nutzen: Auf der Web-Site gibt es Tipps (z. B. richtiger Sonnenschutzfaktor) für die Arbeit im Freien.
England, wo man ja ohnehin gern draußen ist, hat sogar das Fertig-Gartenbüro im praktischen Bausatz erfunden. Gleich mehrere Firmen haben sich auf die stillen Arbeitsoasen zwischen Blumenbeeten spezialisiert, die man (natürlich online) ordern kann etwa unter . Da die Londoner Parks aber noch nicht offiziell vernetzt sind, bietet hier die Internetseite vielleicht das Entspannungsprogramm für die Zeit nach der Arbeit im Grünen. Dort gibt es die schönsten Joggingstrecken durch die Royal Parks – nur die gewünschte Kilometerzahl eingeben, und es folgt die beste Route.
Vielfliegern, die mal durchatmen möchten, seien die Internetseiten und ans Herz gelegt: Suchmaschinen für weltweit insgesamt 32 316 Hotspots mit Internetzugang über WLan und Wimax: Parks, Cafés, Biergärten ... Die Angabe, wo die Einwahl kostenlos ist, fehlt natürlich nicht: Damit genug Geld fürs Eis am Stiel bleibt.