Wohncontainer und Fertighäuser
Bittere Erfahrungen der Türken mit dem Wiederaufbau

Die Menschen im Nordwesten der Türkei haben nach den schweren Erdbeben vom 17. August und 12. November 1999 leidvoll erfahren müssen, wie mühsam und schwierig der Wiederaufbau sein kann. Fast 100 000 Wohnungen in fünf Provinzen waren unbewohnbar geworden.

HB ISTANBUL. Die letzten der großen Zeltlager, in denen die Menschen eine provisorische Unterkunft gefunden hatten, wurden erst Ende 2001 abgebaut. 18 000 Menschen waren bei den Beben ums Leben gekommen.

Viele Obdachlose sind in die für sie errichteten Neubausiedlungen eingezogen, was nicht immer ohne Reibungen abging. Häufig weigerten sie sich, aus den Behelfsunterkünften in die halbfertigen Siedlungen zu ziehen, weil Straßen, Schulen und andere Einrichtungen fehlten. Klage wurde auch über undichte Türen und Fenster oder mangelhafte Heizungen geführt. Die Neubausiedlungen standen deshalb nicht selten lange Zeit leer.

Noch am vierten Jahrestag der Erdbeben wurden mit der feierlichen Eröffnung etwa einer Zufahrtstraße oder einer Schule Lücken in der Infrastruktur der Erdbebengebiete geschlossen. In Düzce, dem Zentrum des Bebens vom 12. November 1999, sollen die Besitzer von 7000 Neubauten von Beginn kommenden Jahres an endlich auch den Grundbucheintrag für ihr neues Zuhause bekommen.

Die Türkei hat Rettungsteams und Hilfsgüter nach Iran geschickt, aber auch Wohncontainer und Fertighäuser angeboten. Die Container könnten innerhalb von vier Tagen per Bahn ins Erdbebengebiet von Bam geschickt werden. Für Transport und Aufbau der eingelagerten Fertighäuser würden nach Angaben aus Ankara etwa 30 Tage benötigt.

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