Wohnhaus teilweise abgesackt
Unwetter wüten weiter über Berlin

Innerhalb von Minuten ging auf vielen Berliner Straßen nichts mehr. Überschwemmte Fahrbahnen, voll gelaufene Tunnel und dichter Regen, der den Autofahrern die Sicht nahm: Auch am Samstagmorgen ging wie schon am Abend zuvor ein monsunartiger Regen über der Hauptstadt nieder.

HB BERLIN. Zum zweiten Mal hieß es Land unter in Berlin: Das Stromnetz brach teilweise zusammen, Hunderte Keller liefen voll und ein mehrgeschossiges Wohnhaus wurde so stark unterspült, dass es wegen Einsturzgefahr evakuiert werden musste. Ein heftiges Unwetter mit starkem Regen und Windböen war bereits am Freitagabend über die Hauptstadt hinweg gefegt. Danach wateten die Menschen vielerorts knietief durch die Wassermassen.

Hunderte Rettungskräfte von Feuerwehr, Polizei und Technischem Hilfswerk waren am Samstag erneut im Dauereinsatz. Allein zwischen 7.00 und 12.00 Uhr rückten sie zu rund 1000 Einsätzen im gesamten Stadtgebiet aus. Die Berliner Feuerwehr rief wie schon am Vorabend den Ausnahmezustand aus. Über Verletzte des Unwetters und die Höhe des Sachschadens gibt es allerdings noch keine Angaben.

Die Avus - die größte Zufahrtsstraße im Südwesten Berlins - war am Samstag zeitweise überschwemmt und musste stadteinwärts gesperrt werden. Andere Fahrbahnen brachen unter der Wasserlast zusammen und sanken ab. Probleme gab es in einigen Stadtteilen auch mit der Stromversorgung. Während in Schöneberg schon am Freitagabend aus Sicherheitsgründen der Strom abgestellt worden war, waren am Samstag im Bezirk Charlottenburg rund 1750 Haushalte für mehrere Stunden ohne Strom, weil Wasser in zwei Netzstationen gedrungen war.

Besonders hart traf es die 46 Bewohner eines sechsstöckigen Wohnhauses in Lichtenberg. Als die schweren Unwetter eigentlich schon vorbei waren und die Sonne wieder herauskam, mussten sie am Samstagvormittag ihre Wohnungen räumen. Enorme Wassermassen hatten innerhalb kürzester Zeit große Teile des vier Meter breiten Fußweges vor dem Haus aufgerissen und waren in den Keller und bis ins Erdgeschoss geflossen. Die Folge: Das Haus war nach Angaben der Feuerwehr komplett unterspült und einsturzgefährdet. Das Treppenhaus hatte sich bereits um 1,5 Zentimeter gesenkt.

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