Wolf Gerlach

Trauer um den Schöpfer der Mainzelmännchen

Wolf Gerlach, der Vater der beliebten Mainzelmännchen, ist im Alter von 84 Jahren verstorben. Seit fast 50 Jahre bringen die von ihm erschaffenen ZDF-Maskottchen Millionen Zuschauer zum Lachen. Seine Fans trauern.
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„Gud'n Aaamd!“
MAINZELMAENNCHEN
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Conni (2.v.re.)

ist der junge Wilde. Er probiert sich als Rapper oder Künstler aus und ist ziemlich chaotisch. Er trägt eine blaue Mütze.

MAINZELMAENNCHEN
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Anton

Der mit Latzhose und brauner Mütze (vorn), ist der Genießer unter den Mainzelmännchen. Das ZDF bezeichnet ihn als „bodenständigen Lebemann, der den modernen Mainstream verkörpert“. Anton hat zum Beispiel immer das neueste Handy. Er sei auch ein bisschen „prollig“.

MAINZELMAENNCHEN
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Det (vorn),

der schlaue Chef der Mainzelmännchen, ist an seiner Brille am leichtesten zu erkennen. „Er ist der fast väterliche, gutmütige Besserwisser, der die anderen ab und zu noch bändigen kann“, sagt das ZDF. Mit dem Internet kann Det nichts anfangen, er liebt Bücher.

Schoepfer der Mainzelmaennchen gestorben
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Eddi (im Foto links mit Det und ihrem gerade verstorbenen Schöpfer Wolf Gerlach)

genießt das Leben. Die Fernsehmacher sehen ihn als „sensiblen Schöngeist“. Das Mainzelmännchen im blauen Hemd und ohne Mütze versucht, für Stil und Atmosphäre im Haus zu sorgen.

Mainzelmännchen-Zeichner Titus König
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Berti (hinten oben)

mit grünem Hemd und hellbrauner Mütze ist laut ZDF „der Kommunikationsprofi, der Webmaster, der Hacker“. Er kenne sich bestens mit Computern und neuen Technologien aus. Der kleine Tüftler erforscht auch Grenzgebiete wie Gen- oder Nanotechnologie.

ZDF-Mainzelmaennchen
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Fritzchen (unten rechts)

ist der aktive, dynamische Trendsportler. Jede neue Sportart macht er sich zu eigen, sei sie noch so extrem. Das passende Equipment gehört natürlich dazu. Ein Mütze würde da nur stören.

MainzTrauer beim ZDF: Der „Vater“ der Mainzelmännchen, der Grafiker Wolf Gerlach, ist tot. Er starb in der Nacht zum Montag im Alter von 84 Jahren im niedersächsischen Bad Zwischenahn, wie der Fernsehsender mitteilte.

Gerlach hatte die Trickfiguren zum Sendestart des ZDF vor fast 50 Jahren - am 1. April 1963 - entwickelt. Seitdem tauchen Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen in lustigen Kurzfilmchen zwischen den einzelnen Werbespots im Vorabendprogramm auf. Scherzhaft werden sie als die dienstältesten Mitarbeiter des Senders bezeichnet. Seit dem Start wurden laut Sender etwa 45.000 Filme mit den kleinen Spaßmachern, die heute anders aussehen als früher, produziert.

Gerlach, der am 17. April 1928 im pommerschen Stolp geboren wurde, wuchs auf der Nordseeinsel Langeoog auf. Nach Stationen als Bühnenbildner in Oldenburg und Braunschweig wurde er Anfang der 60er Jahre Filmarchitekt in Wiesbaden und drehte Werbefilme. Für das ZDF erfand er 1963 die Zipfelmützen-Kobolde, die ihn berühmt machten. Einen Liebling hatte er nicht: „Ich bin ein guter Vater, ich liebe meine Kinder alle gleich“, hatte er zu seinem 80. Geburtstag im Jahr 2008 gesagt.

Bereits 1963 erweckte Wolf Gerlach die Mainzelmännchen zum ersten Mal zum Leben. Quelle: dpa

Bereits 1963 erweckte Wolf Gerlach die Mainzelmännchen zum ersten Mal zum Leben.

(Foto: dpa)

„Mit Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen bleibt er einem Millionenpublikum in Erinnerung“, hieß es in der am Montag verbreiteten Würdigung des Senders. Gerlach habe dem ZDF mit den Mainzelmännchen „Sympathieträger geschenkt, die als "zeitlose Entspannungsphilosophen"“ unverwechselbar seien.

Es gehöre zur „Kernkompetenz“ jedes ZDF-Mitarbeiters die Mainzelmännchen namentlich identifizieren zu können, sagte ZDF-Moderatorin Marietta Slomka am Montagabend im „heute journal“. Alle Mitarbeiter seien über den Tod Gerlachs sehr traurig.

Fans der Zipfelmützenträger zeigten auf Facebook ihre Trauer. „Er hat etwas Wunderbares, Zeitloses geschaffen. Erinnerungen an meine Kindheit, an viele kleine Momente voller Spaß und Lachen“, heißt es in einem Kommentar. Ein anderer Fan schreibt zum Tod Gerlachs: „Durch die Mainzelmännchen ist er unsterblich geworden!“

Was schon vorher geplant war: Von diesem Dienstag an stehen die sechs kleinen Maskottchen-Stars im Fokus einer ZDF-„Roadshow“, die in Frankfurt beginnt. Dabei geht es um die Vorstellung des Werberahmenprogramms 2013. Besucher können die Macher von Anton, Berti, Conni, Det, Edi und Fritzchen dabei kennenlernen - und Porträtzeichnern über die Schulter schauen. Weitere Stationen sind München, Düsseldorf und Hamburg.

 
  • dpa
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  • Das sind keine Mainzelmännchen, das ist SOUTH-PARK!

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