Wolfgang Grenke
Der dezente Stadtentwickler

Allein die Vielzahl seiner Engagements beiläufig in einem Party-Geplänkel-Gespräch zu erwähnen würde scheitern. Wolfgang Grenke engagiert sich so engagiert für Baden-Baden, dass man nicht mal eben zwischen Finger-Food und Prosecco aufzählen könnte, wo überall. Ein normaler Dienst an der Heimat, findet er.

DÜSSELDORF. Wolfgang Grenke engagiert sich: Vorsitzender des Stiftungsrates der Awo-Stiftung Baden-Baden. Vizepräsident der IHK Karlsruhe. Schachsponsoring beim OSC Baden-Baden. Qualitätsmanagement für das Markgraf-Ludwig-Gymnasium in Baden-Baden. Das Kulturprojekt Kolumbus im Festspielhaus zu Baden-Baden (holen Sie sich ruhig erst noch einen Kaffee, wenn Sie das hier lesen, wir sind mit der Liste noch lange nicht zu Ende)! Unterstützung der Sucht- und Präventionsmedizin in der Region Baden-Baden. Bepflanzung des Dahliengartens in der Lichtentaler Allee in Baden-Baden. Unterstützung junger Künstler – natürlich aus dem Raum Baden-Baden.

Außerdem ist er finanzieller Träger des Pferderennens in Iffezheim und von dessen Internationalem Club durch ein Projekt: Hier, in der Lichtentaler Allee 8, wird im Herbst 2008 ein neues Kulturzentrum für Kunst, Technik, Sport, Schach, Musik und Literatur eröffnet. Über 500 Quadratmeter Raum stehen für wechselnde Ausstellungen zur Verfügung.

Und nicht dass Sie denken, das wären nun alle Förderprojekte von Wolfgang Grenke, Vorstandsvorsitzender und Gründer der Grenke-Leasing AG. Aber nachts, um 0.31 Uhr, als er auf die Frage, wie viele Ämter er eigentlich innehat, antwortete, hatte der 56-Jährige wirklich keine Lust, jedes Miniprojekt aufzulisten.

Kann man von einem Unternehmensleiter, der morgens um zehn Uhr beginnt und meist bis weit nach Mitternacht arbeitet, behaupten, dass sein Hobby Stiftungen und Förderungen sind? Oder ist das zu despektierlich?

Grenke trägt dezente Krawatten, dezente Hemden, dezente Anzüge, nichts außer einem leichten Schröder-Schlupfliderblick erinnert daran, dass er zu den ganz Mächtigen seiner Region gehört. Aber er ist in seiner Heimatstadt Baden-Baden so sozial involviert und integriert, dass nach seinem Tod wahrscheinlich einst eine Schule, ein Rennpferd und eine Dahliensorte nach ihm benannt werden

.

„Wohltätigkeit hat auch etwas mit Religion und Logik zu tun“, sagt er. „Die Frage nach dem ewigen Leben stellt sich jeder einmal. Und wenn man nicht nur Körperliches vererben will, sondern auch Ideen, dann muss man ein Gegengewicht zum Konsum schaffen. Sich allein auf Konsum zu beschränken hieße: Zukunft abzuschneiden. Und das wäre alles andere als logisch – nachdem man sich zeitlebens um ein soziales Umfeld bemüht hat.“

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