Wolfgang Niedecken gilt seit bald 30 Jahren als der Gutmensch der Rockszene
BAP-Sänger rockt gegen Ungerechtigkeit

Mehrfach reiste BAP-Sänger Wolfgang Niedecken in die ärmsten Länder des Schwarzen Kontinents – als Botschafter für die Aktion „Gemeinsam für Afrika“ nach Uganda und, auf Einladung von Bundespräsident Horst Köhler, nach Sierra Leone und Benin. Er verlegte dafür sogar einen Teil der BAP-Tour.

Soll ich jetzt ein ‚Schlechtmensch’ werden, nur weil es manche Leute nervt, dass ich gegen Ungerechtigkeit in der Welt Stellung beziehe?“ fragt Wolfgang Niedecken und zieht die Augenbrauen hoch. „Würden die Kritiker sich mit den Inhalten auseinander setzen, wären sie nicht genervt. Ohne Bono und Bob Geldof würde Afrika in den Medien doch gar nicht stattfinden.“

Und so stand Niedecken mit BAP kürzlich beim Live-8-Konzert in Berlin auf der Bühne, und er sagt: „Vor Bob Geldofs kompromisslosem Engagement für Afrika habe ich größte Hochachtung!“

Mehrfach reiste Niedecken in die ärmsten Länder des Schwarzen Kontinents – als Botschafter für die Aktion „Gemeinsam für Afrika“ nach Uganda und, auf Einladung von Bundespräsident Horst Köhler, nach Sierra Leone und Benin. Er verlegte dafür sogar einen Teil der BAP-Tour.

„Es ist etwas anderes, ob man davon nur erzählt bekommt oder wirklich in einem Flüchtlingslager mit über 1 000 Kindern in Uganda steht, Kindersoldaten kennen lernt und missbrauchte Mädchen, die mit 15 schon dreimal Mutter waren.“

Jetzt aber sitzt er im sonnigen Innenhof eines Hotels – leicht angegrauter, strubbeliger Lockenkopf, ansonsten kaum gealtert und ohne Bauchansatz, gekleidet ganz in Blau, Jeans, dunkelblaues Polohemd, darüber ein blau gestreiftes Sakko – und bestellt Cappuccino. Der Ober bringt Kaffee – und ein Stück Papier. „Ein Autogramm für den Koch?“ Die Karten hat er im Jackett, den Edding-Stift auch. Alltag.

Der 54-Jährige liebt das Erzählen – im Gespräch ebenso wie in seinen Songs und seiner Autobiografie. Aus diesem Kommunikationsbedürfnis heraus entstand seine Band BAP. Mit 25 schrieb er seinen ersten Song auf Kölsch: „Helfe kann dir keiner“, einen richtigen Liebeskummer-Blues. Ein Jahr später stand BAP zum ersten Mal auf der Bühne.

Und im Herbst 1981 begann – mit dem dritten Album „Für usszeschnigge“ – der kometenhafte Aufstieg. Der erreichte seinen Höhepunkt im August 1982: Zwei BAP-Platten belegten die ersten beiden Plätze der deutschen Album-Charts, und alle vier bis dahin erschienenen BAP-Alben befanden sich unter den Top 20. Die persönlichen Texte machten – neben dem schnörkellosen Rock – den Erfolg der Band aus.

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