Wortspielerei
Gießen eröffnet Gießkannenmuseum

Humor in Hessen: Die Stadt Gießen nutzt ihren Namen für ein besonderes Ausstellungskonzept und richtet ein Gießkannenmuseum ein. An diesem Samstag geht es offiziell los.
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Gießen Gießen ist eine Handlung, die Pflanzen gut tut - und eine Universitätsstadt in Hessen. Die Kommune macht sich die doppelte Bedeutung ihres Namens zunutze und gründet an diesem Samstag ein Gießkannenmuseum. „Wo soll solch ein Museum stehen, wenn nicht in Gießen?“, fragt der Geschäftsführer der städtischen Marketing-Gesellschaft, Sadullah Güleç. Schmunzeln über das Projekt sei erlaubt, ein Gag sei es aber auf keinen Fall. Die Macher wollen nach eigenen Angaben damit Alltag, Kunst und Wissensvermittlung zusammenführen. Die Einrichtung ist noch im Aufbau.

„Eine Gießkanne hat doch eigentlich jeder“, sagte Güleç. Bei genauerer Betrachtung werde der so normale, alltägliche Gegenstand zu einem besonderen, interessanten Objekt. Bislang gibt es das Museum vor allem in den Köpfen der Planer und im Internet.

Spätestens zur Landesgartenschau 2014 - die Stadt Gießen ist dann Gastgeberin - soll es auch ein Gebäude bekommen. Nicht nur Kannen und Gießgeräte sollen gezeigt werden, es soll insgesamt um Bewässerungstechniken gehen oder auch Design-Geschichte.

Die Idee zu dem Museum entstand Ende 2009. Die Stadt sammelte von Bürgern Ideen für Aktionen rund um die Landesgartenschau. Der Museums-Vorschlag gefiel besonders gut, wie Güleç erzählt. Seit vergangenem Jahr feilt die federführende Marketing-Gesellschaft zusammen mit einer Künstlergruppe an dem Konzept.

Der Startschuss für das Museum fällt am 16. April auf dem Gießener Wochenmarkt mit einem offiziellen Gründungsakt. Gesucht wird derweil weiter nach Gießkannen, egal ob stinknormale oder originelle Stücke.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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