WWF-Beschwerde
Schwarze Magie mit indischen Eulen

Eulen haben es in Indien nicht leicht: Teilen ihres Körpers werden dort heilende Wirkungen nachgesagt. Deshalb stehen die Tiere auf der Abschussliste von Wilderern - obwohl es Gesetze gegen die Jagd gibt. Verstöße würden kaum geahndet, beklagte der WWF.
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HB FRANKFURT/MAIN. Harry Potters gefiederte Freundinnen geraten nach Erkenntnissen der Umweltstiftung World Wide Fund for Nature (WWF) in Indien zu Tausenden in die Hände von Wilderern. Eulen würden wegen angeblich heilender Wirkung einzelner Körperteile getötet oder zur Unterhaltung von Passanten auf Märkten gehalten. „In der Harry Potter-Saga werden die Eulen von den Magiern nicht getötet.

Die Realität sieht leider ganz anders aus“, sagte WWF-Expertin Susanne Honnef laut Mitteilung am Freitag in Frankfurt. Nach dem Ergebnis einer Studie werde gut die Hälfte der 30 in Indien heimischen Eulen-Arten illegal bejagt. „Die Verwendung der Eulen in der Schwarzen Magie endet für die Tiere zumeist tödlich.“

Doch selbst wenn die Eulen nicht getötet, sondern auf Märkten vorgeführt würden, könnten sie ihrer Rolle im Ökosystem nicht mehr nachkommen, sagte Honnef. „Eulen jagen Nagetiere und sorgen so dafür, dass das natürliche Gleichgewicht gewahrt bleibt.“ Vor allem die Bauern der ländlichen Regionen Indiens seien auf die Eulen angewiesen, weil sie die Schädlinge von den Feldern wegfressen.

Zwar seien sowohl die Jagd auf Eulen als auch der Handel mit den Tieren in Indien verboten, aber es gebe nicht genug Kontrollen. Verstöße würden kaum geahndet, beklagte der WWF.

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