www.netz-gegen-nazis.de
Ratgeberportal gegen Rechtsextremismus gestartet

Rechtsextremismus gewinnt in Teilen der Gesellschaft, in Parlamenten und Organisationen, auf der Straße, in der Jugendkultur aber auch im Internet an Einfluss. Dem will die Wochenzeitung „Die Zeit“ mit der Initiative „Netz gegen Nazis – Mit Rat und Tat gegen Rechtsextremismus“ entgegenwirken – mit einem neuen Internetportal, Aktionen und prominenten Partnern.

HB DÜSSELDORF. Wie sollen Eltern reagieren, wenn sich der Sohn oder die Tochter rechtsextremen Gruppen anschließt? Was sollen Lehrer tun, wenn Schüler Nazi-Symbole auf den Schulhof schmieren? Wie reagiert man als Fußballspieler, wenn in der Kabine rassistische Sprüche fallen? Diese und viele andere Fragen, werden ab Montag auf dem neuen Internet-Portal » www.Netz-gegen-Nazis.de gestellt, von Experten beantwortet sowie von Usern diskutiert.

Netz-gegen-Nazis.de ist eine Initiative der Wochenzeitung „Die Zeit“, die ebenso wie das Handelsblatt zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehört. Das Internetportal will Betroffene ermutigen, sich aktiv gegen rechtsextreme Tendenzen und Vereinnahmungsversuche von rechtsextremen Gruppen engagieren und fordert alle anderen Menschen auf, ihnen dabei zu helfen. „In Deutschland gibt es zum Glück schon viele gute Initiativen gegen Rechtsextremismus", sagt Zeit-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo. „Unsere Idee geht ein übergreifendes Projekt an: Wir wollen ein bundesweites Forum schaffen, auf dem Betroffene einander Rat geben können, was zu tun ist, wenn rechtsextremistisches Gedankengut in ihren Alltag eindringt.“

Für das Projekt hat die Zeitung prominente Partner gewonnen: Mitinitiatoren sind der Deutsche Fußball-Bund, die Deutsche Fußball Liga (DFL) und der Deutsche Feuerwehrverband mit der Deutschen Jugendfeuerwehr. TV-Partner ist das ZDF, Online-Partner sind die großen, ebenfalls zur Verlagsgruppe Holtzbrinck gehörenden Communities studiVZ, schülerVZ und meinVZ. Neben dem Internetportal Netz-gegen-Nazis.de, das Kern der Aktion ist, finden eine Vielzahl von Aktionen und Veranstaltungen der Partner statt.

Als erste Partneraktionen stellen die DFL und der Deutsche Fußball- Bund ganze Spieltage unter das Motto „Netz gegen Nazis“: Die DFL widmet den 32. Spieltag der Bundesliga und der 2. Bundesliga dem Projekt. Neben Publikationen in den Stadionmagazinen und auf den Clubwebsites wird es verschiedene Aktionen direkt vor den Spielen in den Stadien geben.

Auf Initiative ihres Präsidenten Theo Zwanziger stellt der Deutsche Fußball-Bund ebenfalls einen kompletten Spieltag von Jugend-, Frauen- und Männermannschaften im Amateur-Bereich unter das Motto des Projekts. Außerdem engagieren sich mehrere deutsche Nationalspieler in kurzen Videoclips, die auf der Website zum Start veröffentlicht werden, für die Aktion.

Die Aktion Netz-gegen-Nazis.de will aufklären: Darüber, wie sich rechtsextremistische Tendenzen in unseren Alltag einschleichen – oft ganz frech und offensichtlich, aber auch unmerklich und doch sehr wirkungsvoll. Die Zielgruppe der Aktion sind besonders jene Menschen, die in ihrem alltäglichen Umfeld mit Rechtsextremismus in Berührung kommen: Sportler ebenso wie Feuerwehrleute, Lehrer und Schüler, Fans und Trainer, Eltern und Kinder.

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