Zahl auf 34 Fälle gestiegen
Im Oberallgäu immer mehr Samonellen-Erkrankungen

Auf 34 ist die Zahl der Salmonellen-Erkrankungen in Oberallgäuer Kliniken und Altenheimen am Donnerstag gestiegen. Als neue Fälle wurden ein Klinikangestellter aus dem Küchenbereich sowie ein Patient gemeldet, teilte das Gesundheitsamt in Sonthofen mit.

HB SONTHOFEN. Sechs infizierte Patienten würden zur Zeit noch stationär behandelt. Von den 34 Betroffenen mit einem positiven Befund waren vier gestorben. Mitarbeiter der Lebensmittelüberwachung und des Gesundheitsamtes suchen indessen weiter nach den Ursachen für die Serie von Salmonellen-Erkrankungen, die sich seit einer Woche in den Krankenhäusern von Oberstdorf, Sonthofen und Immenstadt sowie in zwei Altenheimen in Oberstdorf ausbreitet.

Insgesamt ermittelt die Staatsanwaltschaft Kempten in sieben Todesfällen, weil drei weitere Patienten in den Oberallgäuer Krankenhäusern in diesem Zeitraum an bisher unbekannten Ursachen starben. Aufschluss darüber, ob ebenfalls Salmonellen deren Tod verursacht haben, wird von den Obduktionen erwartet. Deren Ergebnisse sollen aber erst in etwa zwei Wochen vorliegen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte.

Die Suche nach möglichen Infektionsquellen habe bisher zu keinem konkreten Ergebnis geführt, erklärte Irmgard Harms, Leiterin des Sonthofener Gesundheitsamts. Proben von allen Speisen, die Großküchen in den vergangenen zehn Tagen in alle drei Krankenhäuser sowie in die Oberstdorfer Altenheime lieferten, seien ohne Befund getestet worden.

Auch die Zulieferungen von Lebensmitteln seien einwandfrei gewesen, sagte Harms. Möglicherweise hätten Besucher infizierte Speisen mitgebracht. Die Amtsleiterin schließt auch nicht aus, dass die Serie von Erkrankungen auf mehrere Ursachen und Quellen zurückgeht. Ein Ergebnis der Untersuchungen sei, wenn überhaupt, frühestens im Laufe der nächsten Woche zu erwarten.

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