Zahl der Toten und Verletzten auf Bali steigt
Explosionen waren „terroristische Anschläge“

Bomben haben auf der indonesischen Ferieninsel Bali innerhalb von zehn Minuten mehrere Detonationen ausgelöst. Dabei sind nach neuesten Meldungen mindestens 22 Menschen ums Leben gekommen und 90 verletzt worden. Die Behörden in Indonesien gehen von Terroranschlägen aus.

HB JAKARTA. Unter den Toten seien ein Japaner und zwei weitere Ausländer, sagte der Sprecher des örtlichen Sanglah-Krankenhauses. Weitere Leichen lägen aber noch an den Explosionsorten. Zu den Verletzten zählten Australier, Koreaner, Amerikaner und Indonesier. Augenzeugen berichteten von blutüberströmten Menschen und erzählten, in den Trümmern in Kuta hätten leblose Körper und Leichenteile gelegen.

Ein Sprecher des Aussenministeriums berichtete im Fernsehsender CNN von insgesamt mindestens drei bestätigten Explosionen. Zwei Bomben explodierten gegen 19 Uhr Ortszeit nahe dem Hotel „Vier Jahreszeiten“ in Jimbaran an der Südküste und eine dritte vor einem Restaurant im Zentrum des Touristenortes Kuta. Das von einem Deutschen betriebene Restaurant sei völlig verwüstet worden, berichtete ein örtlicher Fernsehsender. Der Sprecher meinte weiter, er hoffe, dass es sich nicht um den Auftakt einer Anschlagsserie gehandelt habe.

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono verurteilte die Taten in einer Fernsehansprache als „terroristische Anschläge“. Die Art der Verwüstungen deuten schon schnell darauf hin. Wenig später war klar. Die Explosionen wurden durch Bomben augelöst.

Eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes in Berlin sagte, die Bundesregierung habe noch keine Erkenntnisse über mögliche deutsche Opfer. Die Botschaft in Jakarta und der Honorarkonsul auf Bali stünden mit den indonesischen Behörden in Kontakt.

Der indonesische Präsident Susilo Bambang Yudhoyono hatte Ende August vor einem terroristischen Angriff innerhalb von zwei Monaten gewarnt. Auf Bali haben in den vergangenen Jahren islamistische Terroristen mehrere Anschläge verübt. Im Oktober 2002 waren in Kuta mehr als 200 Menschen ums Leben gekommen, meist Touristen, darunter sechs Deutsche.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%