Zahlreiche Bäume umgestürzt
Schwere Unwetter über Deutschland

Unwetter haben in der Nacht zum Dienstag vor allem in Nordrhein-Westfalen für einen Dauereinsatz von Feuerwehr und Polizei gesorgt. Im Raum Aachen legten umgestürzte Bäume den Verkehr auf den Autobahnen 4 und 44 stundenlang lahm.

HB/dpa HAMBURG. In Köln wurden Straßen überschwemmt, zahlreiche Keller liefen voll. Schäden richteten die Gewitter auch in Rheinland-Pfalz an. Das an der Autobahn drei gelegene Nentershausen im Westerwald wurde laut Polizei teils überflutet. Verletzt wurde bei den Unwettern niemand.

In Norddeutschland kann es laut Deutschem Wetterdienst noch bis Dienstagvormittag heftige Gewitter geben. Im Nordosten Niedersachsens drohten örtlich mehr als 30 Liter Regen pro Quadratmeter.

In der Nacht war eine schwere Gewitterfront mit Hagel, heftigem Sturm und starken Regenfällen über Nordrhein-Westfalen hinweggezogen. Das Unwetter richtete nach Angaben des Essener Wetteramtes vor allem im Münsterland, im Bergischen Land sowie im Siegerland teils schwere Schäden an. Der Wind erreichte Spitzengeschwindigkeiten von 70 Stundenkilometern, in Köln fielen 20 Liter Regen pro Quadratmeter. Dort rückte die Feuerwehr nach eigenen Angaben zu rund 240 Einsätzen aus. Die Polizei registrierte binnen einer Stunde mehr als 50 Sturmschäden. In einer Straße im Kölner Stadtteil Brück knickten 25 Bäume um, die Menschen waren laut Feuerwehr noch am frühen Morgen in ihren Häusern eingesperrt.

Im Kreis Borken und in Essen stürzten ebenfalls zahlreiche Bäume um, Stromleitungen rissen, dutzende Keller liefen voll Wasser. Der Brand eines Schweinestalls im Kreis Borken wurde nicht, wie zunächst vermutet, von einem Blitzeinschlag ausgelöst. Gelagertes Heu habe sich selbst entzündet, teilte die Polizei mit. Tiere seien nicht verletzt worden. Dagegen schlug der Blitz in Aachen in ein Wohnhaus ein und in Eschweiler (Kreis Aachen) in eine chemieverarbeitende Fabrik. In beiden Fällen kam es auf Grund heftigen Regens nicht zu einem Brand, wie die Polizei mitteilte.

Auch im Raum Koblenz hielten Unwetter die Rettungskräfte die ganze Nacht in Atem. Am frühen Dienstagmorgen gingen nach Angaben eines Feuerwehrsprechers Notrufe „am laufenden Band“ ein. Es blieb wie in anderen Teilen Deutschlands bei voll gelaufenen Kellern und umstürzenden Bäume.

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