Zahlreiche Regionen betroffen
Millionenschäden durch Unwetter in Deutschland

Schwere Unwetter mit herabstürzenden Wassermassen, Schlammlawinen und Blitzeinschlägen brachen in der Nacht zu Mittwoch über Deutschland herein. In vielen Regionen entstanden Schäden in Millionenhöhe. Menschen waren meist nicht betroffen. Am stärksten betroffen war die Gegend um Bonn.

HB BONN/CHEMNITZ. Als ein Baum auf ihr Auto stürzte, wurde eine Frau in Bonn schwer verletzt. Auch zahlreiche historische Gebäude der Stadt wurden durch die Regengüsse beschädigt. Ebenfalls schwere Schäden richtete das Unwetter in Hessen, Sachsen, Thüringen und im nördlichen Baden-Württemberg an.

Gewitter und Platzregen hatten am Dienstagabend in Sachsen vor allem Keller und Straßen überschwemmt. Im Erzgebirge und im Vogtland waren Schlammlawinen abgerutscht. In Chemnitz wurde ein Fußgänger schwer verletzt, als er bei Starkregen von einem Auto angefahren wurde. Außerdem schlugen Blitze in Bauernhöfe und Scheunen ein. In Thüringen war eine Landstraße stundenlang gesperrt, nachdem in der Nacht tonnenweise Geröll und Schlamm abgegangen waren.

Auch in Hessen waren am Dienstagabend in vielen Landesteilen heftige Regenfälle niedergeprasselt. Es gab Stromausfälle, umgestürzte Bäume machten Landstraßen unpassierbar. Im nördlichen Baden-Württemberg setzten Blitze mehrere Häuser und Höfe in Brand, dabei entstand vor allem Sachschaden.

Im Raum Bonn waren die Einsatzkräfte bis zum frühen Morgen mit mehreren hundert Leuten insgesamt 335 Mal ausgerückt. Das öffentliche Verkehrsnetz war am Dienstagnachmittag teilweise zusammengebrochen. Umstürzende Bäume und herabfallende Äste hatten die Oberleitung der Straßenbahn zerrissen, Unterführungen standen mehr als einen Meter unter Wasser. Erst am Mittwochmorgen fuhren die Bahnen fast überall wieder planmäßig.

Teils verheerende Schäden in Millionenhöhe hat das Wasser an vielen öffentlichen historischen Gebäuden Bonns angerichtet. Stark in Mitleidenschaft gezogen wurden das Rathaus, das Stadtarchiv, die Beethovenhalle und die Universität. 1,50 Meter Wasserstand wurde aus der Tiefgarage eines Gebäudes der Deutschen Telekom gemeldet. Die Fluten lösten einen Kurzschluss aus.

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